WOPiXX

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Verwendung, Konfiguration und Programmierung

Grundlegende Information

WOPiXX ist eine Software für IBM i. Es ermöglicht es, Web-Anwendungen zu erstellen, dabei aber ausschliesslich RPG zu verwenden. HTML, CSS, Java, etc -Kenntnisse sind nicht erforderlich. Wir nennen WOPiXX deshalb die "RPG Web Extensions"

Aktuelle Version

Die aktuelle Version von WOPiXX ist 2.34

Installationsvoraussetzungen

IBM i

  1. IBM i V7R1 mit
    1. Option 39 - "International Components for Unicode"  - Weitere Informationen zu Option 39 finden Sie auf dieser Seite weiter unten
    2. Technology Refresh 11 (TR11) - weitere Information und wie Sie den TR-Stand Ihres Systems ermitteln finden Sie hier
  2. Toolmaker Installation Manager (TIM) - Weitere Information zu TIM finden Sie hier

Client

Unterstützte Browser: Internet Explorer 9 oder höher, Mozilla Firefox 25 oder höher, Chrome.
Hinweis: Wird Mozilla Firefox bzw. Chrome als Browser verwendet, so kann es zu Einschränkungen in der Anwendung kommen. Es wird empfohlen den Internet Explorer zu verwenden.

Lizenzierung

WOPiXX selbst wird nicht separat lizenziert. Es wird das Produkt lizenziert, das mit WOPiXX zusammenarbeitet. Die in der Bibliothek DIRWEB und im IFS unter /Toolmaker enthaltenen Lizenzobjekte dienen der Steuerung der WOPiXX Registrierung und des Supports.

Update von einer vorhergehenden Version

WOPiXX wird mit dem Toolmaker Installation Manager installiert und aktualisiert.

Die bei Ihnen installierte Version von WOPiXX können sie ermitteln:

DSPDTAARA DTAARA(DIRWEB/PRDREL)

Der Inhalt des Datenbereichs zeigt in den ersten 4 Stellen die installierte Version an. Beispiel:

Wert
.......1....
'0235
01015300'

0235 bedeutet Version 02.35.

Ist die Version kleiner als 02.30 oder wird kein DTAARA gefunden, weil Bibl. DIRWEB fehlt, ist eine Installation von WOPiXX erforderlich. Hierfür steht unser "Toolmaker Installation Manager" (TIM) zur Verfügung.

Option 39 - International Components for Unicode (ICU)

WOPiXX benötigt zur Installation eine Betriebssystemkomponente von IBM i, die nicht immer installiert ist, die Option 39 - "International Components for Unicode" des Betriebssystems. Diese muss vor der Installation von WOPiXX installiert werden. Wenn der Installationsvorgang gestartet wurde und Option 39 noch nicht installiert ist, dann schickt TIM eine Warnung und wartet, bis die Option installiert ist.

Prüfen, ob Option 39 installiert ist

Ob die Option installiert ist, können Sie festellen mit dem Befehl GO LICPGM, Auswahl 10, dann 2x F11 drücken: in der Spalte "Produktoption" muss die Option 39 angezeigt werden:

Installation von Option 39, ICU

Bitte installieren Sie diese nach. Sie finden Sie auf der DVD „B_GROUPx_02“ (jedenfalls in V7R2 und V7R3). Nach der Installation von Option 39 fährt TIM direkt mit seiner Arbeit fort. Er wartet jetzt auf Sie ;-)

Hier finden sie die Übersicht über die Installationsmedien von IBM i in den verschiedenen Versionen:


Installation und Aktualisierung

WOPiXX wird mit dem Toolmaker Installation Manager (TIM) installiert und aktualisiert. Der Auftrag an WOPiXX lautet INSTALL_PRODUCT, wählen Sie dann das Produkt WOPIXX aus. Die Arbeit mit TIM wird auf dieser Seite erläutert.

Basis-Konfiguration und Starten/Stoppen von WOPiXX

Damit WOPiXX arbeiten kann werden einige Dienste des HTTP-Servers auf der IBM i benötigt. Diese Dienste laufen im Subsystem QHTTPSVR als eigene Instanz mit dem Namen DIRWEB. Hierfür müssen jedoch Name und Port des Servers (der IBM i) im Green-Screen gesetzt und die Instanz DIRWEB gestartet werden.

Danach wird WOPiXX mit den Konfigurations-Bildschirmen des Browsers konfiguriert und gesteuert. Weitere Informationen dazu finden Sie im WOPiXX-Handbuch.


CFGDIRWEB - Name und Port für WOPiXX einstellen

ADDLIBLE DIRWEB
CFGDIRWEB

Nach Enter werden die folgenden Parameter zur Änderung angeboten:

Wählen Sie einen freien Port aus und geben Sie die IP-Adresse oder den Servernamen der iSeries an (ein Name muss aus dem iSeries und dem PC-Netzwerkbereich auflösbar sein).

Bitte ändern Sie den Namen der Instanz nicht. Sie muss DIRWEB heissen.

Die IBM i für SSL konfigurieren, wenn erforderlich

Wenn nötig, dann können Sie SSL im Betriebssystem IBM i aktivieren.

Folgen Sie dafür den Schritten auf der Seite IBM i - Wichtige Informationen rund um das Betriebssytem - Konfiguration von SSL, TLS und HTTPS.

DIRWEB Instanz starten

Die Instanz DIRWEB besteht aus einigen Jobs im Subsystem QHTTPSVR. Sie steuern die Kommunikation zwischen dem Browser und den IBM i - Programmen. Führen Sie zum Start der Instanz nach jedem IPL die folgenden Befehle aus:

  1. ADDLIBLE DIRWEB
  2. STRWOPIXX

Soll die Instanz automatisch mit IPL gestartet werden, müssen beide Befehle an entsprechender Stelle (kurz vor dem Ende) des QSTRUP- Programms eingefügt werden.

DIRWEB Instanz beenden

  1. ADDLIBLE DIRWEB
  2. ENDWOPIXX

Danach kann keine WOPiXX-basierende Anwendung mehr arbeiten.

Anmelden und Arbeiten mit WOPiXX

Nachdem die Grundkonfiguration auf der IBM i ausgeführt wurde und die HTTP-Server-Instanz DIRWEB gestartet wurde (wie im vorherigen Kapitel beschrieben) kann man sich mit einem Web-Browser bei WOPiXX anmelden.

Hierfür ruft man im Browser die Adresse der IBM i auf:

  • ohne SSL: http://<ibmi-ip-name-oder-adresse>:8888
  • mit SSL: https://<ibmi-ip-name-oder-adresse>

Einschränkungen für allererste Anmeldung bei WOPiXX

Bitte beachten Sie dabei die Einschränkungen für die allererste Anmeldung nach der Erst-Installation am Anfang der Seite Web-Anmeldung bei WOPiXX.

Alternative Systemanmeldung

Die WOPiXX Anmeldesteuerung kann auf die Systemanmeldung geändert werden. Der Browser führt dann selbst die Anmeldung durch. Es ist keine Eingabe von Benutzerprofil und Kennwort im Anmelde-Fenster erforderlich.

Somit können auch keine reinen WOPiXX Benutzer mehr verwendet werden, da das Betriebssystem die Kennwörter prüft und nicht mehr WOPiXX.

Dazu sind im IFS der IBM i in der Konfigurationsdatei unter /www/dirweb/conf  folgende Änderungen einzufügen:

<Directory /www/dirweb/htdocs>
  Order Allow,Deny
  AuthType Basic
  AuthName "Toolmaker WOPiXX"
  PasswdFile %%SYSTEM%%
  Require valid-user
  Allow From all
</Directory>
<Directory /QSYS.LIB/DIRWEBCGI.LIB/>
  Order Allow,Deny
  AuthType Basic
  AuthName "Toolmaker WOPiXX"
  PasswdFile %%SYSTEM%%
  Require valid-user
  Allow From all
  Options +ExecCGI
  SetHandler cgi-script
</Directory>

Zu den Bibliotheken und IFS-Verzeichnissen von WOPiXX

Keine Kundenobjekte in Toolmaker Bibliotheken

In den Toolmaker Bibliotheken DIRWEB und WOPIX dürfen keine Kundenobjekte (Dateien, Programme und andere Arten von Objekten) enthalten sein. Bei einer Update-Installation von WOPiXX würden diese verloren gehen.

Die Bibliothek DIRWEBCGI enthält Programme, die von der IBM CGI Schnittstelle aufgerufen werden. Diese Bibliothek wird von verschiedenen Toolmaker Anwendungen bereinigt und gefüllt. Dabei gelten die ersten 2 Zeichen eines Namens als eindeutiges Merkmal für die jeweilige Anwendung.

DA=DirectArchiv
DC=DirectCard
DD=DirectDial
DF=DirectFax
DM=DirectMail/DirectSpool
DS=DirectSync4i
DW=DirectWeb (WOPiXX)
DX=DataXPress
KX=Kongressverwaltung
WX=WOPiXX

Falls Sie mit WOPiXX eigene Anwendungen entwickeln, sollten Sie darauf achten, dass es hier nicht zu Kollisionen kommt.

Für WOPiXX-Anwendungen ist es nicht erforderlich (und auch nicht empfehlenswert) die Programme in der Bibliothek DIRWEBCGI zu hinterlegen.

Die Programme sollten sich allerdings alle in der für die Anwendung festgelegten Objekt-Bibliothek befinden.

Eine Bibliotheksliste kann zusätzlich noch zu WOPiXX-Anwendungen zugeordnet werden.

Keine Kundendateien im IFS unter /www/dirweb/htdocs

Diverse Unterverzeichnisse von /www/dirweb/htdocs im IFS werden seitens des Toolmaker Installation Managers bei einer Update Installation gelöscht und neu gefüllt. Daher sollten Sie hier keine eigenen Dateien speichern. Es betrifft z. B. die Unterverzeichnisse

/JS
/CSS
/icons
/directweb
/vault

Es ist jedoch möglich, in Unterverzeichnissen dieser Verzeichnisse kundeneigene Daten zu lagern. Dieses betrifft die Icons (Symbole), Images (Bilder) und Hilfe-Dokumente. Der Speicherort für diese Objekte wird in den Eigenschaften einer Anwendung angezeigt. Dabei werden Unterverzeichnisse von /www/dirweb/htdocs verwendet, die jeweils den Namen der Anwendung tragen. Bei der Anwendung TESTRSC ist dieses:

Weitere Informationen zu diesen Pfaden finden Sie auf der im Abschnitt Einrichten WOPiXX-Anwendungen.



Fehlersuche und -behebung für WOPiXX


Versionen und Kompatiblität

Schritte nach einem IBM i Releasewechsel oder Wechsel der IBM i Hardware

Keine besonderen erforderlich

Beachten Sie, dass der Befehl STRDIRWEB nach einem IPL laufen muss. Das muss natürlich auch auf der neuen Hardware gesichert sein.



Dokumentation zu WOPiXX

Handbuch für Programmierer

Handbuch für Benutzer


Backup, Spiegelung und Hochverfügbarkeit

Der SQL-View DWULIBV01

Der SQL-View DWULIBV01 wird erst ab dem Zeitpunkt der Nutzung von directweb aufgebaut wird.

Solange wopixx also auf dem Backup-System nicht genutzt wurde, existiert der View auch nichit. Man kann diesen Unterschied zwischen Produktios- und Backupsystem ignorieren.



Deinstallation

Für die Deinstallation (wenn es denn sein muss) gehen Sie wie folgt vor:

  1. Anmelden unter QSECOFR
  2. ADDLIBLE DIRWEB
  3. ENDDIRWEB
  4. RMVDWB - F4


DirectWeb wirklich löschen

Gültige Werte sind:

*YES: Es werden die Installationsdateien, die Konfigurationsobjekte und die Bibliotheken DIRWEB* und WOPIX vom IBM i-System entfernt.
*NO: WOPiXX wird nicht von IBM i entfernt

5. Prüfen, ob die Bibliothek WOPIX noch auf dem System verblieben ist.

a) Wenn ja: DLTLIB WOPIX