Infostore App - Konfiguration

Toolmaker Produkt-Dokumentation

Infostore App - Konfiguration

Inhaltsübersicht

Dokumenttypen für PDF

Infostore kennt eine Reihe von Dokumenttypen. Diese sind kundenindividuell in der Datei EFSDTA/EFSOBT hinterlegt.

Die jeweils gültige OBINBR für PDF muss im DtaAra-EFSWX/EFDTAARA - Stelle 12 stehen.

Hier im Beispiel also

CHGDTAARA DTAARA(EFSWX/EFDTAARA (12 1)) VALUE('6')

Anzahl Dokumente pro Export-Vorgang

In den Stellen 1-10 des Datenbereichs EFDTAARA ist als Limit die Anzahl Dokumente enthalten, die maximal je Export Vorgang transferiert werden sollen.

Bei einer temporären Lizenz wird maximal 500 angenommen, es sei denn, es wurde ein kleinerer Wert angegeben.

Der maximale Wert, der im Datenbereich an Stelle 1-10 angegeben werden darf, ist 0100000000.

Multi-Page TIFF-Dokumente exportieren

Das InfoStore Archiv kann Dokumente in Form von einzelnen TIFF-Seiten enthalten. Mit dieser Dateiart können neuere Archiv-Lösungen meist nichts mehr anfangen bzw. es macht eine Konvertierung erforderlich.

Innerhalb der Toolmaker InfoStoreAPP kann eine Konvertierung aktiviert werden, welche zugehörige TIFF-Seiten eines Archiveintrags in PDF umsetzt und zu einer Sammel-PDF-Datei zusammenführt.

Hierfür verwendet die Infostore APP den Befehl MRGPDF, der ohne das Produkt PDFLIB nicht funktioniert und eine eigene Lizenz erfodert.

Produkt PDFLIB erforderlich

WRKLIB PDF*

Lizenz TIF2PDF erforderlich

Wenn Sie den Erwerb der Lizenz TIF2PDF ablehnen, können Sie die TIFF-Dateien aus dem Infostore Archiv 1:1 ins IFS exportieren.
Dann muss das neue (fremde) Zielarchiv die TIFF-Dateien je Dokumenten-ID sammeln und so umformen, wie es das Zielarchiv zur Anzeige der Seiteninhalte benötigt.
Dabei kann Sie der Lieferant der neuen Archivsoftware beraten.

Limitierung auf 150 TIFF Seiten und andere Sonderfälle

Es kann in den 25 Jahren der Nutzung von Infostore Archiv vorgekommen sein, dass Mitarbeiter mehr als 150 Einzelseiten im TIFF-Format unter einer Dokumenten-ID archiviert haben. Damit wurde für den Export und die Konvertierung von TIFF nach PDF ein Problem geschaffen, das umgangen werden muss. Abgesehen davon wird es bei der Recherche nach einer bestimmten Seite in einem sehr umfangreichen Dokument wohl kaum ohne eine Volltextsuche im neuen Archiv gehen.

Der in INFOSTA von Toolmaker bereitgestellte Befehl MRGPDF kann nur 150 Parameterwerte in einem Aufruf übernehmen, d.h. überzählige Seiten wurden bisher ignoriert.

Des weiteren hat das Infostore Archiv eine optionale Funktionalität, TIFF-Seiten beim Export mit einem Layout oder einer Farbe zu mischen. Dies führt dazu, dass die exportierte Seite im Umfeld der IBM i nicht in PDF konvertiert werden kann. Leider wird der Exportjob in diesem Fall zum Abbruch gezwungen und die CSV-Datei mit den vielen Parameterwerten der Dokumente kann nicht im IFS erstellt werden.

Datenbereich EFSWX/EFDTAARA initialisieren

In Version INFOSTA 1.30.04 konnte das Limit von 150 Seiten durch zusätzliche Funktionen im Produkt INFOSTA auf 999 Seiten erweitert werden.

Diese Funktion muss manuell eingeschaltet werden. Dafür sind Kennzeichen im Datenbereich EFDTAARA in Bibl. EFSWX zu setzen:

CHGDTAARA DTAARA(EFSWX/EFDTAARA (20 81)) VALUE('L50')

  • L schaltet die Funktion Limited Merge ein
  • 50 begrenzt den Mischvorgang auf 50 Seiten je Segment.

Wichtig: Der Bereich von Stelle 23 bis 100 muss leer bleiben, er ist für Toolmaker interne Testkennzeichen und für zukünftige Parameter reserviert!

Technische Hinweise zum Ablauf des Exports (zur Info):


Beim Erreichen von 50 Seiten wird das Mischen unterbrochen und eine große PDF-Sammeldatei mit Namen <DOCID>_1.pdf (DOCID-Beispiel: D00AGG35) in das IFS-Verzeichnis gestellt. Dann werden weitere TIFF-Seiten in PDF-Seiten konvertiert und bei Erreichen des 50-Seiten Limits als Datei <DOCID>_2.pdf ausgegeben. Das Besondere an dieser Methode ist, dass die zuvor erstellte (große) PDF-Datei <DOCID>_1.pdf gleich wieder in das Mischen für das nächste Segment <DOCID>_2.pdf einbezogen wird usw. Wenn alle Seiten der einen Dokumenten-ID gemischt wurden, wird die zuletzt aufgebaute Datei in die Zieldatei <DOCID>.pdf (Beispiel: D00AGG35.pdf) umbenannt.


Es kann bei übermäßig vielen Seiten zu einer Verlängerung der Verarbeitungszeit und je nach verfügbarem Speicher im Job zu einem Überlauf mit Abbruch kommen. Es wurden Tests mit max. 999 Seiten durchgeführt. Alle TIFF- und PDF-Zwischendateien werden nach dem Konvertieren und Einmischen automatisch gelöscht.


In der beim Export generierten CSV-Datei wird wie bisher schon immer nur eine Zeile je Dokumenten-ID mit allen Indexwerten eingefügt. Diese Zeile enthält die eine <DOCID> und die Endung „.pdf“, also z.B. D00AGG35.pdf.


Für das zweite oben erwähnte Problem mit Layout oder Farbe, was eine automatische Konvertierung im Ablauf des Exports unmöglich macht, werden die betroffenen TIFF-Seiten (Dateien) jetzt erkannt, abgefangen und so zurückgelassen: _<DOCID>_001.TIFF

Da auch hier eine Dokumenten-ID viele Seiten haben kann, ist das natürlich keine befriedigende Lösung. Alternativ muss versucht werden, die Funktionalität zum Einmischen von Layout oder Farbe im alten Infostore Archiv abzuschalten. Möglicherweise kann ein Kennzeichen dafür mit SQL in Datei DSDOC gefunden und gelöscht werden. Ansonsten kann versucht werden, die zurückgelassenen TIFF-Dateien beim Importieren in das neue (fremde) Archiv in einer PC-Umgebung zu PDF konvertieren zu lassen.

Die Namensstruktur der Zwischendateien und die der ausgesonderten TIFF-Dateien im IFS sieht so aus:


D03RUA25.001 TIFF-Datei, exportiert aus dem Infostore Archiv ins IFS
D03RUA25-001.pdf aus TIFF erfolgreich nach PDF konvertierte Einzelseite
D03RUA25.pdf Fertige Sammeldatei für 1 DOCID nach dem INFOSTA Prozess
D03RUA25_1.pdf; D03RUA25_2.pdf;
letztere sind Sammeldateien als Zwischenschritt mit 50 Seiten. Von dieser Art kann es kurzzeitig immer eine mit höherer Nummer geben. Sowie das nächste Segment mit 50 Seiten fertig ist, wird die vorherige Zwischendatei in den Mischvorgang einbezogen und alle überflüssigen Dateien werden automatisch entfernt.

Hinweis1: Wenn Sie im IFS der Dynamik zuschauen, sind da häufige Datei-Umbenennungen aktiv. Am Ende und auch schon zwischendurch sehen Sie bei Sortierung nach Namen am Anfang der Liste alle defekten TIFF-Dateien, die mit Zeichen _ (Unterstrich beginnen) Beispiel:
_D03RUA25_001.TIFF


Hinweis 2: Falls inzwischen eine externe Konvertierung von TIFF nach PDF für die „defekten“ TIFF-Dateien entwickelt wurde, kann diese über das CL-EXIT-Programm EWBATCH2EX realisiert werden. Die Quelle des CLPs kann mit RTVCLSRC abgerufen werden. Der Ablauf wäre dann so zu organisieren, dass die an das EXIT-Programm übergebenen Parameterwerte an ein fremdes Programm weitergegeben werden, welches die TIFF-Datei im IFS-Verzeichnis nach PDF konvertiert und in das selbe IFS-Verzeichnis ausgibt. Wenn der Vorgang erfolgreich war, kann die TIFF-Datei gelöscht und ein OK im Parameter &RTNCDE zurückgegeben werden. Bei OK geht das Programm EWBATCH2 davon aus, dass die gewünschte PDF-Datei im IFS-Verzeichnis existiert und zusammen mit anderen Seiten der <DOCID> zu einer großen PDF-Datei gemischt werden kann.


Timeout für den Browser konfigurieren

Archive können sehr groß sein, wenn sie seit mehr als einem Jahrzehnt kontinuierlich gefüllt wurden. Wenn also inzwischen Millionen von Dokumenten in ein einziges Archiv geladen wurden, können die Auswertungen und auch der Export von Dokumenten sehr lange dauern. Ist der Browser in einer Standardkonfiguration kann es nach 5 Minuten Wartezeit zu einem TimeOut kommen. Dann wird möglicherweise keine Auswertung, sondern ein leeres Fenster angezeigt, ohne dass eine Fehlermeldung auftritt.


Im IFS der IBM i finden Sie die Datei /www/dirweb/conf/httpd.conf. Sie kann  mit WRKLNK und Auswahl 2 editiert werden.

Der Wert TimeOut steuert die Wartezeit, wie lange auf eine Antwort vom Browser gewartet wird. Er wird in Sekunden angegeben.

Wenn der Eintrag TimeOut vorhanden ist, dann können Sie ihn ändern. Wenn er nicht vorhanden ist, können Sie ihn hinzufügen.

Zum Beispiel:

TimeOut 3600

3600 Sekunden bedeuten eine Stunde Wartezeit, bevor ein TimeOut eintritt.

Beispiel für eine httpd.conf
# Configuration originally created by Create HTTP Server wizard on Tue Jan 09 13:07:39 UTC 2007
LoadModule ibm_ssl_module /QSYS.LIB/QHTTPSVR.LIB/QZSRVSSL.SRVPGM
Listen *:443
ThreadsPerChild 5
DocumentRoot /www/dirweb/htdocs
Options +ExecCGI -Includes -Indexes -MultiViews
LogFormat "%h %l %u %t \"%r\" %>s %b \"%{Referer}i\" \"%{User-Agent}i\"" combined
LogFormat "%{Cookie}n \"%r\" %t" cookie
LogFormat "%{User-agent}i" agent
LogFormat "%{Referer}i -> %U" referer
LogFormat "%h %l %u %t \"%r\" %>s %b" common
CustomLog logs/access_log combined
LogMaint logs/access_log 7 0
LogMaint logs/error_log 7 0
#========================================================================= 
# GZIP Options 02.06.16 
#========================================================================= 
# Deflate Module 
LoadModule deflate_module /QSYS.LIB/QHTTPSVR.LIB/QZSRCORE.SRVPGM 
# Insert Filter for Content Types except Images 
AddOutputFilterByType DEFLATE text/html text/plain text/xml text/css text/javascript application/javascript application/x-javascript 
# 
SetEnvIf User-Agent ^Mozilla/4 gzip-only-text/html 
SetEnvIf User-Agent ^Mozilla/4\.0[678] no-gzip 
SetEnvIf User-Agent \bMSIE !no-gzip 
SetEnvIf User-Agent \bMSIE !gzip-only-text/html 
SetEnvIf User-Agent \bMSI[E] !no-gzip 
SetEnvIf User-Agent \bMSI[E] !gzip-only-text/html 
# 
# Compression Level Highest 9 - Lowest 1 
DeflateCompressionLevel 3 
#=========================================================================
ServerName DEAET03.AETeam-GmbH.COM:80
AccessFileName .htaccess
HostNameLookups On
SetEnvIf "User-Agent" "Mozilla/2" nokeepalive
SetEnvIf "User-Agent" "JDK/1\.0" force-response-1.0
SetEnvIf "User-Agent" "Java/1\.0" force-response-1.0
SetEnvIf "User-Agent" "RealPlayer 4\.0" force-response-1.0
SetEnvIf "User-Agent" "MSIE 4\.0b2;" nokeepalive
SetEnvIf "User-Agent" "MSIE 4\.0b2;" force-response-1.0
CGIConvMode BINARY
DirectoryIndex index.html
SSLEngine On
SSLAppName QIBM_HTTP_SERVER_DIRWEB
SetEnv HTTPS_PORT 443
<Directory />
Order Deny,Allow
   Deny From all
</Directory>
<Directory /www/dirweb/htdocs>
   Order Allow,Deny
   Allow From all
</Directory>
<Directory /QSYS.LIB/DIRWEBCGI.LIB/>
   Order Allow,Deny
   Allow From all
   Options +ExecCGI
   SetHandler cgi-script
</Directory>
ScriptAlias /cgi-bin/ /QSYS.LIB/DIRWEBCGI.LIB/