Toolmaker Produkt-Dokumentation
Analyse
Inhaltsübersicht
- 1 Bei einem älteren Infostore-Archiv: Daten in die neue Struktur kopieren mit dem Befeh EWCPYRTDTA
- 2 Vorhandene Archive ("Klassen")
- 3 Index-Struktur eines Archives
- 4 Probleme durch Sonderzeichen und Blanks im Namen
- 5 Spezialfunktion: Test einzelner Dokumenten-IDs mit Filterfunktion
- 6 Reduzierung des Joblogs
- 7 Unterdrücken der Löschung von konvertierten SPLFs
- 8 Analyse abweichender Summen zwischen Übersicht und Export
- 9 Übertragung InfoStore Bibliotheken auf ein anderes System
Bei einem älteren Infostore-Archiv: Daten in die neue Struktur kopieren mit dem Befeh EWCPYRTDTA
Es ist zu klären, wann das InfoStore Archiv ehemals installiert wurde.
InfoStore hatte anfangs in den 90er Jahren eine erste Dateistruktur, die in späteren Jahren auf andere Dateinamen umgestellt wurde, aber weiter Bestand hat.
Um an die Daten der ersten Dateistruktur heranzukommen, ist ein spezieller Befehl von Toolmaker auszuführen. Dieser kopiert die alten Daten in die aktuelle Struktur und macht sie für die heutigen Programme sichtbar. Je nach Menge der archivierten Dokumente (meist Millionen Datensätze) kann der Ablauf einige Zeit (auch Stunden) dauern.
Der Befehl wird so gestartet:
ADDLIBLE EFSWXEWCPYRTDTA DOCLIB(*ALL)
Wenn das alte InfoStore Archiv parallel zum Export weiter aktiv ist, kann es sein, dass eine automatische Synchronisation, auf die wir keinen Einfluss haben, nachts die Dateien überarbeitet und den alten Zustand wiederherstellt. Dann muss der zuvor beschriebene Befehl EWCPYRTDTA vor dem Export erneut ausgeführt werden.
Vorhandene Archive ("Klassen")
Die Architektur von Archiven ist oftmals sehr vielschichtig und kann sich im Laufe der Jahre entsprechend verändern. Aus diesem Grund stellen wir Funktionen zur Verfügung, mit der detaillierte Informationen ermittelt und auch komprimierte Darstellungen möglich sind.
Mit Klick auf den Menüpunkt InfoStore Analyzer und darunter auf Archive wird nach kurzer Wartezeit die vom Installationsprogramm erstellte Liste der alten InfoStore Archive incl. der zugehörigen Bibliotheken angezeigt.
Index-Struktur eines Archives
Es werden die Indizes angezeigt, die in dieseem Archiv definiert sind:
Definitionen der einzelnen Indizes
Mit dem nächsten Aufruf wird die Index-Struktur des gesamten Archivs ermittelt:
Übersicht über alle Dokumente in einem Archiv
Eine zentrale Übersicht über alle Archive, der darin enthaltenen Dokumenten-Klassen und Dokumenten-Typen wird über den Aufruf „Dokumente nach Typ/Jahr" angezeigt:
In dieser Ansicht wurde der Zeitraum ab Jahr 2000 berücksichtigt. Pro Dokumenten-Klasse wird eine Quersumme errechnet, welche die genaue Anzahl der im Archiv befindlichen Dokumente aufweist.
Dokumentypen und Export
Jetzt muss mit Rechtsklick der Kontextmenüpunkt Dokumenten-Typen und Export ausgewählt werden. Nach einer gewissen Wartezeit wird eine lange Liste der Dokumenten-Klassen und zugehörigen Dokumenten-Typen incl. der Anzahl von Dokumenten angezeigt. Wichtig ist hier, dass die rechte Spalte Index-Felder in allen Zeilen vollständig ist. Fehlen hier Feldinformationen, können die Dokumente nicht exportiert werden.
Probleme durch Sonderzeichen und Blanks im Namen
Indexnamen im Archiv, wie z. B. in der Spalte DOCTYPE dürfen keine Leerstellen und möglichst auch keine Sonderzeichen enthalten. Ansonsten kann WOPIXX im Browser die Anzeige nicht aufbauen. Grund: Im HTTP-Datenstrom sind Leerzeichen nicht erlaubt.
Das Problem kann sich durch unerklärliche Fehlermeldungen im Browser zeigen. Das Archiv mit dem Problem wird in der Übersicht oder einem späteren Bild nicht angezeigt. Man sollte dann die Infostore Datei DSDOC mit SQL durchsuchen.
Die Lösung besteht darin, unter allen Vorsichtsmaßnahmen in der Datei DSDOC mit SQL UPDATE den falsch benannten Indexnamen (Spaltenname) zu selektieren und z.B. von einem Spaltennamen "sonst. Buchbeleg" auf "sonstBuchbeleg" zu wechseln. Dies testet man mit einem einzeln herausgesuchten Datensatz, den man nachher im Browser sehen kann.
Danach selektiert man alle betroffenen Datensätze und ändert sie genauso ab. Der Fehler im Browser tritt dann nicht mehr auf. Die Archivstruktur wird zwar geringfügig manipuliert, aber der Begriff ist weiterhin eindeutig und es werden keine Datensätze geändert.
Beim Export kann dann Fehler „USF0083 Neuer DOCTYPE fehlt in Catalogdatei“ auftreten. In Datei EFSDTA/RYDOCTP kann man dann ebenfalls mit SQL UPDATE den einen Datensatz auf "sonstBuchbeleg" ändern. Wenn es verlangt wird, kann man zur Not die beiden Dateien mit SQL UPDATE wieder auf den alten Stand zurücksetzen.
Spezialfunktion: Test einzelner Dokumenten-IDs mit Filterfunktion
Da Exportvorgänge mit Tausenden TIFF-Dokumenten sehr lange laufen können, kann man zu Testzwecken eine spezielle Filterung aktivieren. Dazu können im Datenbereich EFDTAARA ab Stelle 101 bis zum Ende bei 300 einige DOCIDs angeben werden, um nur diese zu testen, ohne Stunden warten zu müssen. Beispiel:
'D03RUA23,D03RUA24,D03RUA25,D03RUA26'
Wirkung: Nur die angegebenen DOCIDs werden verarbeitet, alle anderen Datensätze werden ignoriert. Wenn der Test durch und ausgewertet ist, muss der Bereich ab 101 in der Länge 200 wieder auf Blank gesetzt werden:
CHGDTAARA DTAARA(EFSWX/EFDTAARA (101 200)) VALUE(' ')
Reduzierung des Joblogs
Der Batchjob erzeugt beim Export von Dokumenten für jedes Dokument bzw. für jede TIFF-Datei ca. 10 Seiten Joblog. Mit einem Kennzeichen '3' in Stelle 36 von EFDTAARA kann das Joblog so gesteuert werden, dass viele Info-Zeilen beim Export aus dem Infostore Archiv unterdrückt werden. Mit dieser Funktion gibt es noch keine Erfahrungen. Das Joblog sollte nicht ganz abgeschaltet werden, um im Fehlerfall noch eine Analyse machen zu können.
Unterdrücken der Löschung von konvertierten SPLFs
Wenn es zu Problemen beim Exportieren und Konvertieren von Spooldateien aus dem Archiv kommt, kann es vorübergehend sinnvoll sein, das automatische Löschen der erledigten SPLFs zu unterdrücken, um einzelne SPLFs zu untersuchen und manuell zu konvertieren. Dazu kann das Kennzeichen 'N' in Stelle 37 von EFDTAARA gesetzt werden. Die temporären SPLFs müssen dann manuell gelöscht werden.
Analyse abweichender Summen zwischen Übersicht und Export
Wenn sich bei der Auswertung von Exportvorgängen zeigt, dass weniger PDF-Dateien im Ausgabeverzeichnis landen, als von der Auswertung vorhergesagt, gibt es jetzt ein kleines Tool, das den Inhalt der CSV-Datei mit der Anzahl PDF-Dateien abgleicht und eine Liste der Archiv-IDs anzeigt, wo die PDF-Datei fehlt. Grund für Abweichungen kann ein äußerlich nicht erkennbarer Fehler beim Export einzelner SPLFs mangels Berechtigung des durchführenden Benutzers sein.
Im Bedarfsfall kann Ihnen die Hotline einen Link auf ein passendes HOTFIX incl. Beschreibung schicken.
Übertragung InfoStore Bibliotheken auf ein anderes System
Kann der Export der Dokumente aus einem alten InfoStore Archiv unter einem alten IBM Betriebssystem wie V6R1, V5R4 oder noch älter nicht durchgeführt werden oder der freie Platz auf dem alten System für die exportierten Dokumente nicht ausreicht, ist folgendes zu beachten.
Sämtliche EFS* Bibliotheken müssen dann mit einem SAVLIB Aufruf auf ein kompatibles Band gesichert werden. Dabei ist es sehr wichtig, dass der folgende Parameter so gesetzt ist:
Sicherung im aktiven Zustand . . SAVACT > *SYNCLIB
Sollte es Archivbibliotheken geben, die nicht mit EFS beginnen, sind diese separat auf das selbe Band zu sichern. Eine Sicherung mehrerer Bibliotheken in eine große SAVF ist technisch nicht möglich. Auch ist das Sichern in eine SAVF überhaupt nicht zu empfehlen, da manche EFS-Bibliotheken weit über 2 GB groß sein können und nach einem Transfer möglicherweise nicht entladen werden können. Steht wg. des Alters der Maschine kein kompatibles Band für die Übertragung zur Verfügung, muss das Sicherungsband auf einer neueren Maschine mit alten und neuen Bandlaufwerken umgesetzt werden. Erst danach kann ein Transfer von dem neueren Band auf die kompatible Umgebung stattfinden. Toolmaker hat Kontakt zu einem RZ, wo solche Aktionen durchführbar sind.
Natürlich müssen für die LPAR auf der RZ-Maschine oder auf einer internen Testmaschine auch InfoStore Archiv Lizenzen und Toolmaker INFOSTA Lizenzen vorhanden sein oder besorgt werden (siehe auch oben die Abschnitte Lizenzfragen).
Bei der Installation von INFOSTA mittels TIM auf der IBM i wird automatisch und einmalig das Programm EWINST gestartet. Es sammelt mittels SQL aus vielen Dateien des Kunden erforderliche Daten und baut logische Dateien und Views in der Toolmaker Bibliothek EFSWX auf. Werden nach der Installation Bibliotheken ausgetauscht oder umbenannt und evtl. die Datei FSARC (Archive Definition) in EFSDTA geändert, muss EWINST mit CALL erneut ausgeführt werden – zuvor ist ADDLIBLE EFSWX erforderlich. Hinterher ist das Lesen des Joblogs angebracht. Dazu bitte oben auch den Abschnitt „Bei INFOSTA Version 1.30.04 beachten“ lesen.