Toolmaker Produkt-Dokumentation
IBM OmniFind einrichten und verwalten
Inhaltsübersicht
- 1 IBM-Dokumentation
- 2 Installation
- 2.1 PTFs von IBM
- 2.1.1 Prüfung PTF-Installation
- 2.1 PTFs von IBM
- 3 Konfiguration des Lizenzprogrammes 5733-OMF
- 3.1 Mit SQL-Befehlen
- 3.1.1 Mit dem Toolmaker SQL-Komplett-Installationsskript
- 3.1.2 OmniFind-Server für die Volltextsuche mit SQL-Befehl starten und stoppen
- 3.1.3 Informationen zur Konfiguration der OmniFind Server
- 3.1.4 Tabelle QSYS2.SYSTEXTSERVERS: Liste der konfigurierten OmniFind-Server
- 3.1.5 Den OminFind Text Search Server starten
- 3.1.6 Alias-Namen ändern:
- 3.1.7 Weitere Tabellen in Bibliothek QSYS2
- 3.2 Mit dem System i Navigator web-basierend
- 3.1 Mit SQL-Befehlen
- 4 Die Startparameter der Omnifind-Java-Jobs prüfen und bearbeiten
- 5 Konfiguration der Volltextsuche in directarchiv
- 6 Start/Stopp der Volltextsuch-Server
- 7 Mit den Textindizes arbeiten
- 8 Suche mit der Omnifind Volltextsuche
- 9 directarchiv-Befehle zur Pflege der IBM OmniFind Volltextsuche
Ab directarchiv Version 1.80: IBM OmniFind ersetzt den DB2 Text Extender
Die Komponente Volltextsuche in directarchiv wurde in directarchiv Version 1.80 umfangreich überarbeitet.
Die bisher verwendete IBM Funktion DB2 Textextender (DB2TXT) funktioniert in Version 1.70 weiterhin, wird aber seit Jahren von IBM nicht mehr weiterentwickelt und der Support dafür wurde inzwischen seitens IBM gekündigt.
Die neue directarchiv Volltextsuche basiert auf dem IBMi Lizenzprogramm OmniFind (5733-OMF)
Ein Parallelbetrieb von DB2TXT und 5733OMF ist nicht möglich
Bei einem update von einer Vorversion directarchiv auf 1.80 (oder höher) müssen die Archive auf die neue Volltextsuche umgestellt werden. Informationen hierzu finden Sie auf der Seite Umstellung von DB2TXT auf OmniFind.
IBM-Dokumentation
Web-Ressourcen pro IBMi und OMF-Version
"Homepage" von IBM zum Produkt OmniFind: https://www.ibm.com/support/pages/omnifind-ibm-i
IBM-Seite mit der Dokumentation, Artikeln und Tipps: https://www.ibm.com/support/pages/omnifind-documentation-articles-useful-tips
Handbücher passend zur OmniFind-Version, die unter GO LICPGM, Aw. 10 gezeigt wird:
Installation
Wenn die IBM Komponente OmniFind installiert ist, ist unter GO LICPGM, Opt. 10 folgendes zu finden:
5733OMF *INSTALLED OmniFind Text Search Server for DB2 for i
Nach dem Drücken von F11 wird die installierte Omnifind-Version angezeigt:
Auf diesem System mit IBMi V7R5M0 ist die OMF-Version also V1R6M0
Die installierte OMF-Version muss zur IBMi-Version "passen" - siehe Tabelle im vorigen Abschnitt.
Wird diese IBM Komponente nicht gefunden, ist für das IBM Release V7R1 die OmniFind Version V1R2 und ab IBM Release V7R2 die OmniFind Version V1R4 zu installieren. Auf der Seite IBM i - wichtige Informationen rund um das Betriebssystem finden Sie Hilfe dabei, die Installationsquelle zu finden.
Dazu passend müssen aktuelle IBM PTFs installiert werden.
PTFs von IBM
Grundsätzlich werden die PTFs für OmniFind zusammen mit der Gruppe "DB2 for IBM i" ausgeliefert.
Die folgende Seite enthält noch weitere individuelle PTFs (pro IBM i - Version), die ggf. nützlich sein könnten: https://www.ibm.com/support/pages/omnifind-text-search-server-ptf-information
Prüfung PTF-Installation
GO PTF, Punkt 5, als Produkt (LICPGM) 5733OMF eingeben
Konfiguration des Lizenzprogrammes 5733-OMF
OmniFind (OMF) besteht aus der Software und einem Textserver.
Nach der Installation der IBM OMF Komponente ist standardmäßig ein Server aktiv.
Wenn in directarchiv die Volltextsuche aktiviert wird, verbindet sich directarchiv mit dem Textserver Toolmaker oder, wenn der Alias-Name Toolmaker fehlt, mit dem ersten Server, der gefunden wird.
Weitere Informationen zum Produkt 5733-OMF, OmniFind Text Search Server for DB2 for i finden Sie auch auf den IBM-Webseiten, z.B. hier: https://www.ibm.com/support/knowledgecenter/ssw_ibm_i_74/rzash/rzashkickoff.htm
Die Software befindet sich im IFS der IBM i im Verzeichnis /QOpenSys/QIBM/ProdData/TextSearch/. Es können mehrere Textserver angelegt werden. Für jeden Textserver gibt es ein eigenes Unterverzeichnis mit dessen Namen, z.B. "/QOpenSys/QIBM/ProdData/TextSearch/server1".
Mit SQL-Befehlen
Siehe auch https://www.ibm.com/docs/de/i/7.1?topic=omnifind-start
Mit dem Toolmaker SQL-Komplett-Installationsskript
Die Toolmaker Hotline verfügt über eine SQL-Skript, das alle Konfigurationsschritte durchführt.
Dieses ist die einfachste und sicherste Form. Es werden auch keine anderen IBMi-Infrastruktur-Elemente, wie z.B. opsNAv oder iNav benötigt.
Bitte sprechen Sie die Toolmaker Hotline (08191/968-120 oder hotline@toolmaker.de an, wenn Sie diesen Weg gehen möchten).
OmniFind-Server für die Volltextsuche mit SQL-Befehl starten und stoppen
Diese Befehle müssen in einem SQL-Fenster oder nach STRSQL ausgeführt werden.
Start:
CALL SYSPROC.SYSTS_START()Beenden:
CALL SYSPROC.SYSTS_STOP()
Informationen zur Konfiguration der OmniFind Server
Tabelle QSYS2.SYSTEXTSERVERS: Liste der konfigurierten OmniFind-Server
select * from QSYS2.SYSTEXTSERVERS
Folgende Infos werden angezeigt. Beispiel (wg. der besseren Übersicht senkrecht angeordnet)
Server-ID: 50 Server-Name: 127.0.0.1Server-Adress-Informationen:Server-Port: 49.200Server-Pfad: /QOpenSys/QIBM/ProdData/TextSearch/server1/bin/Server-Typ: 0Server-Berechtigungs-Token: ThFF5hA=Server-Master-Schlüssel: ThFF5hA+UVaoYA3e8DV5xA==Server-Klasse: 0Server-Status: 0 ← 0 = Server sind aktivAlias-Name: Toolmaker
Den OminFind Text Search Server starten
CALL SYSPROC.SYSTS_START(serverid)
(Die serverid findet man in der Tabelle QSYS2.SYSTEXTSERVERS, siehe unten)
Nach erfolgreichem Prozeduraufruf wird der SERVERSTATUS in QSYS2.SYSTEXTSERVERS auf 0 gesetzt
Alias-Namen ändern:
Mit diesem SQL Befehl kann ein bestimmter Textserver auf den Alias-Namen Toolmaker gesetzt werden.
UPDATE QSYS2.SYSTEXTSERVERS SET ALIASNAME = 'Toolmaker' WHERE SERVERID = 50
SERVERID ergibt sich aus der vorherigen Analyse des Dateiinhalts (siehe vorherigen Abschnitt "Prüfung mit SQL")
Weitere Tabellen in Bibliothek QSYS2
SYSTEXTDEFAULTS
SYSTEXTINDEXES
SYSTEXTCOLUMNS
SYSTEXTSERVERS
SYSTEXTCONFIGURATION
SYSTEXTSERVERHISTORY
Mit dem System i Navigator web-basierend
Rufen Sie im Browser den IBM Navigator for i auf: http://<ibmi-adresse>:2001.
Sie finden die Seite unter: IBM i-Verwaltung → Datenbank → Datenbanken → <ibmi-seriennr> → OminFind-Textsuche → Textserver:
Die Startparameter der Omnifind-Java-Jobs prüfen und bearbeiten
Prüfen der Startparameter
Zunächst sollte man die Startparameter des Omnifind Java Jobs evaluieren
WRKJVMJOB [Enter]:
Auswahl 5 für den Omnifind Job QJVAEXEC:
Auswahl 1 - die aktuellen Java Start Argumente anzeigen
In dieser Anzeige wichtig:
Der Parameter
XmX1800Mzeigt die aktuelle Speichergröße Hauptspeicher, welche Java zur Verfügung steht hier 1,8 GBRechts oben wird gezeigt, welche Java-Version verwendet wird. Hier:
1.8 32bit
Anpassen der Startparameter
2026-01-14 - Diese Angaben basieren auf IBMi Version V7R5 mit Omnifind Version V1R6. Sie können bei anderen Versionen (bzw. Versions-Kombinationen) unterschiedlich sein
Konfigurationspfad der Omnifind-Server ermitteln
Im Regelfall ist der Konfigurationspfad dieser:
/QOpenSys/QIBM/ProdData/TextSearch/server1/
Im Konfigurationspfad (im IFS der IBMi) sind gespeichert:
die Progrmme (im Unterverzeichnis /bin)
die Konfiguration (im Unterverzeichnis /config)
Um sicherzugehen, dass man den richtigen Pfad hat, kann man diesen mit einem
Der SQL-Befehl zum Ermitteln der Daten lautet
select * from QSYS2/SYSTEXTSERVERS;
Die verwendete Java-Maschine (32bit / 64bit) anpassen
Welche Java-Maschine verwendet wird, wird in dieser Datei festgelegt:
<konfigurationspfad>/bin/setup_jdk_path.sh
z.b. “/QOpenSys/QIBM/ProdData/TextSearch/server1/bin/setup_jdk_path.sh”
In der Auslieferungsversion (IBMi V7R5, OMF V1R6) ist dieses Skript so programmiert, dass es prüft, ob die Java 32bit - Variante installiert ist:
wenn ja, dann wird diese genommen
wenn nein, dann wird die 64bit - Variante genommen
Um die 64bit-Variante zu aktivieren, muss die Abfrage “umgedreht” werden:
EDTF '/QOpenSys/QIBM/ProdData/TextSearch/server1/bin/setup_jdk_path.sh'
if [ -e "/QOpenSys/QIBM/ProdData/JavaVM/jdk80/64bit/bin/java" ]; then
export JDK_PATH=/QOpenSys/QIBM/ProdData/JavaVM/jdk80/64bit
elif [ -e "/QOpenSys/QIBM/ProdData/JavaVM/jdk80/32bit/bin/java" ]; then
export JDK_PATH=/QOpenSys/QIBM/ProdData/JavaVM/jdk80/32bit Den Hauptspeicher anpassen, der der Java-Maschine zur Verfügung steht (maxHeapSize)
Der Hauptspeicher für die Java-Maschine wird konfiguriert in der Datei
<konfigurationspfad>/config/configuration.xml
z.b. “/QOpenSys/QIBM/ProdData/TextSearch/server1/config/configuration.xml”
In der Auslieferungsversion (IBMi V7R5, OMF V1R6) ist die maxHeapSize=1500M also 1,5 GB:
Wenn die Volltextsuche für sehr grosse Archive (z.B. 800.000 Dokumente) verwendet werden soll, dann muss hier eine grössere HeapSize angegeben werden.
z.B. <maxHeapSize>2GB</maxHeapSize>
Oder auch 4GB.
Wichtig: in diesem Fall muss unbedingt die Java-Maschine auf 64bit gesetzt werden (https://toolmaker.atlassian.net/wiki/spaces/DOKU/pages/548156183/IBM+OmniFind+einrichten+und+verwalten#Die-verwendete-Java-Maschine-(32bit-%2F-64bit)-anpassen )
Aktive Jobs im Subsystem QSYSWRK
Wenn der OmniFind-Server gestartet ist, dann findet man 5 Jobs mit dem Namen QJVAEXEC im Subsystem QSYSWRK:
Die Funktion kann variieren. "normal" ist
beim ersten Job: "
JVM-com.ibm.es"bei den 4 anderen Jobs: "
PGM-OutsideInP"
Konfiguration der Volltextsuche in directarchiv
Lizenz prüfen
Voraussetzung für die Nutzung der Volltextsuche ist eine gültige Lizenz für die directarchiv Komponente FTX (Full Text Search / Volltextsuche). Lizenzanzeige:
ADDLIBLE DIRARCDSPLICINFO *FULL
Falls keine Lizenz vorhanden ist, wenden Sie sich bitte an den Toolmaker Vertrieb.
Die Volltextsuche für ein Archiv aktivieren
Damit die Volltextsuche in einem Archiv verwendet werden kann, muss sie (zusätzlich zum generellen Start des Volltextsuchservers) für dieses Archiv aktiviert werden.
Das geschieht mit directarchiv --> Archiv mit Rechtsklick auf Ändern im Reiter Volltextsuche
Volltextsuche aktiveren - Wenn aktiv und der Volltextsuch-Server gestartet ist, dann werden die Inhalte dieses Archivs für die Volltextsuche indexiert
Bereits im Archiv gespeicherte Dokumente ohne Textanteil können nicht in die Volltextsuche einbezogen werden. Deshalb muss für jedes PDF-Dokument, das nach der Aktivierung eingeht, ein Textanteil mitgeliefert werden, der es erlaubt, die Suchworte in OmniFind zu speichern. Dies wird z.B. in directspool (alter Name: AutoMail) gesteuert, indem im Bereich Archivierung mit directarchiv die Option Volltextindex mit J eingeschaltet wird. Siehe Menü "Spool" → directarchiv auf der Seite Eine directspool-Definition bearbeiten
Sprachenverwaltung
Die Verwaltung der Sprachen für OmniFind ist in WOPiXX unter Anwendungen --> DIRARC → Rechtsklick Parameter --> Parametergruppe DB2TXTLNG zu finden.
Rechter Mausklick auf DB2TXTLNG → Parameter Details:
Alternativ mit SQL: select * from DIRWEB.DWPRMCTL where DCNAM='DB2TXTLNG' order by DCSEQ
Start/Stopp der Volltextsuch-Server
Das Starten und Stoppen der Volltextsuch-Server wird auf der Seite Verwaltung erläutert.
Mit den Textindizes arbeiten
Für jedes Archiv, für das die Volltextsuche aktiviert ist, wird ein Textindex angelegt.
Per SQL: Tabelle QSYS2.SYSTEXTINDEXES
select * from QSYS2.SYSTEXTINDEXESMit dem Operations Navigator
Suche mit der Omnifind Volltextsuche
directarchiv-Befehle zur Pflege der IBM OmniFind Volltextsuche
Es gibt 4 5250-GreenScreen-Befehle zur Pflege der Volltextsuch-Indizes:
RBLFTI
RGZFTI
UPDFTI
RMVFTI
Diese sind auf der Seite Befehle und Exit-Programme für 5250-Sitzungen und Client-Programme beschrieben