Toolmaker Produkt-Dokumentation
Faxversand durch den Benutzer
Inhaltsübersicht
Für Benutzer von Personalcomputern steht die Möglichkeit zur Verfügung, beliebige PC-Dateien über directfax zu versenden. Zum Erfassen der Texte kann jede Anwendung verwendet werden, die den Windows Druckmanager (Windows 95/98/NT/2000/XP) zum Ausdruck ihrer Dateien nutzt.
Überblick: Die Möglichkeiten, Faxe zu versenden
Benutzer von IBM i-Datenstationen können Faxtexte auf verschiedene Arten erfassen. Der einfachste Weg ist die Eingabe des Textes mit dem directfax Editor. Er bietet einfache Textfunktionen über Funktionstasten, kann zur Hervorhebung von Worten Attribute in den Text einfügen und ist leicht zu erlernen.
Bei gehobenen Ansprüchen an die Textverarbeitung kann auch der Editor des von IBM lieferbaren Lizenzprogramms OfficeVision eingesetzt werden.
Für Programmierer und andere Benutzer, die das Quelleneingabeprogramm SEU gut kennen, kann auch dieser Editor zur Eingabe von Faxtexten benutzt werden
Steuercodes in Faxen
Unabhängig davon, wie der Faxtext erfasst wird, können Steuercodes verschiedenster Art im Text eingegeben werden, um das Aussehen und die Sicherheit des Faxes zu beeinflussen.
Formulare
Unter den Steuercodes besonders hervorzuheben sind die Mischfax-Steuercodes. Sie bewirken, dass Grafiken und Logos über den Faxtext überlagert werden können und die Verwendung von graphischen Elementen, wie Linien, Kästen und typographischen Schriftarten. Die Mischfax-Steuercodes können damit zur Implementierung eines Formularwesens für den Faxversand verwendet werden. Im Abschnitten Mixfaxe und Formulare , Seite , sowie Formulare verwalten (WRKFAXFRM), Seite , finden Sie weitere Hinweise zu diesem Thema.
Mit dem directfax Editor (EDTSNDFAX)
Mit dem Befehl EDTSNDFAX (Faxe editieren und versenden) oder dem Aufruf des Punktes 1 aus dem directfax Anwendermenü (GO FAX) wird der directfax Editor gestartet.
Hinweis 1:
Die Texte des directfax Editors werden in Quellendateien gespeichert. Zur Erstellung von Quellendateien siehe Punkt 10 im Menü Konfiguration 2 (GO FAXCNFG2).
Hinweis 2:
Es gibt einen alten und einen neuen Editor. Nachfolgend wird nur der neue Editor beschrieben. Welcher Editor benutzt wird, bestimmt ein Kennzeichen in einem Datenbereich bzw. eine Codierung im Textfeld des Faxbenutzerprofils (*E1).
Sollte die Nachricht "Keine Berechtigung für Editierfunktion" erscheinen, wurde dem einen Benutzer oder allen die Verwendung dieser Funktion untersagt. Hinweise dazu stehen in den Abschnitten "Unterlassungswerte..." bei Sonderwert "*NONE" (siehe bei CHGFAXDFT).
Zunächst wird zur Eingabe der erforderlichen Datei- und Textnamen das folgende Bild angezeigt:
0219 - Faxe editieren und versenden - Quellendatei eröffnen
Je nach Vorgabe der Unterlassungswerte im directfax Benutzerprofil oder bei den generellen Defaults werden die vordefinierten oder vorherigen Parameterwerte angezeigt.
Beschreibung der Parameter
directfax Text
Name
Hier ist jetzt der individuelle Name des zu bearbeitenden Textes anzugeben. Es kann sich dabei um den Namen eines bereits gespeicherten Textes oder um einen neuen Namen handeln. Der Name muss mit einem Buchstaben beginnen und kann mit Zahlen oder Buchstaben fortgesetzt werden. Die maximale Länge ist 10. Eingebettete Blanks und Sonderzeichen sollten nicht verwendet werden. Mit Taste F4 kann bei Bedarf eine Liste der vorhandenen Faxtexte angezeigt werden. In dieser Liste kann geblättert, ausgewählt, kopiert, gelöscht und umbenannt werden.
Datei
Name der existierenden Quellendatei, in der die einzelnen Faxtexte unter eigenem Namen abgelegt sind oder gespeichert werden. Der Name ist gegen Veränderungen geschützt, wenn im Profil Feldschutz angegeben wurde.
Bibliothek
Name der Bibliothek, in der sich die directfax-Quellendatei befindet (i.d.R. Bibl. DIRECTFAXF).
directfax Maske
Name
Falls Faxtexte existieren, die als sogenannte Masken in der Datei FAXMASKE abgelegt wurden und als Formatvorlage für neue Faxe dienen, kann hier der Name einer Maske angegeben oder vom Profil vorgegeben werden. Die Maske wird nur bei der Erstellung eines neuen Faxtextes verwendet, beim Editieren eines bestehenden Dokuments wird diese Angabe ignoriert.
Datei
Name der existierenden Quellendatei, in der die Masken gespeichert sind (i.d.R. ist es die Datei FAXMASKE). Der Name ist gegen Veränderungen geschützt, wenn im Profil Feldschutz angegeben wurde.
Bibliothek
Name der Bibliothek, in der sich die directfax-Maskendatei befindet (i.d.R. Bibl. DIRECTFAXF).
Wahlweise können in diesem Bild bereits die Angaben zum Faxempfänger gemacht werden. Wenn im Benutzerprofil an entsprechender Stelle *"YES" angegeben wurde oder hier jetzt F10 gedrückt wird, kann im unteren Bereich die Eingabe des Faxempfängers und diverser anderer Parameter erfolgen. Ein zweiter Druck auf F10 blendet die Eingabefelder wieder aus.
Bei Eingabe oder Auswahl (F4) einer Kurzadresse werden im Text befindliche Datenparameter (^&KA...) automatisch durch die Daten aus dem Stammsatz ersetzt.
Nach Eingabe der Parameterwerte und Druck auf die Eingabetaste wird der directfax Editor gestartet und das folgende Bild angezeigt:
0001 - Der directfax-Editor
Damit ist der directfax Editor gestartet und Sie können jetzt den Text für Ihr Telefax eingeben. Weitere Hinweise zur Benutzung des directfax Editors finden sie im Kapitel 10 directfax Editoren.
Wenn Sie den Faxtext eingegeben haben, betätigten Sie bitte F3-Verlassen. Im folgenden Bild kann zu der gerade erstellten Textdatei ein Erläuterungstext eingegeben werden. Danach wird mit Druck auf die Eingabetaste die Abspeicherung in der Quellendatei durchgeführt. Wird hier Taste F3 nochmals betätigt, erfolgt keine Speicherung Mit F12 kann in den Editor zurückgegangen werden.
0002 directfax-Editor - Endebild zum Abspeichern nach F3
Danach wird in das Bild Empfänger angeben verzweigt, das weiter unten in einem eigenen Abschnitt beschrieben ist. (Kapitel Faxempfänger angeben, Seite, Seite )
0003 - Empfänger angeben nach dem Editieren
Mit dem Texteditor von OfficeVision/400
Steht das IBM Lizenzprogramm OfficeVision (OV/400) zur Verfügung, können Faxdokumente damit erstellt und versendet werden. In diesem Abschnitt wird davon ausgegangen, dass das IBM-Lizenzprogramm OV/400 auf dem System installiert ist und der Anwender mit den Funktionen dieses Programms vertraut ist.
Bitte beachten Sie in Kapitel 5.11 das Faxen von OfficeVision Dokumenten mit *ADVSCS Datenstrom.
Überlegungen zum Faxdokumentformat
Die Seitenlänge (letzte Schreibzeile bzw. Fußzeile) muss in OV/400 oder in Spooldateien gleich oder kleiner 66 sein, da die Faxsoftware nach 66 Zeilen automatisch einen Seitenumbruch einfügt. Längere Seiten (z.B. durch Fußzeilen) führen beim Empfänger des Faxes zu unnötigen Vorschüben und fast leeren Zwischenseiten.
Soll standardmäßig ein Kopflogo auf dem Fax erscheinen, muss das beim Seitenformat des OV-Dokuments berücksichtigt werden. Die erste Schreibzeile auf der ersten Seite muss z.B. auf 13 o.ä. gesetzt werden, damit OV/400 das Logo quasi beim Seitenumbruch schon berücksichtigt. Das Faxprogramm verhält sich so, dass der erste Vorschub auf eine bestimmte Zeile nach einem Logo grundsätzlich ignoriert wird. Dadurch erscheint die erste Schreibzeile unmittelbar hinter dem Logo und das Druckbild bleibt gewahrt.
Fontwechsel im OV-Dokument werden von directfax nicht erkannt, z.B. werden Fußzeilen in CPI 20 umgebrochen und führen zur Verlängerung des Faxtextes. Mit speziellen Attribut-Codes im Text kann aber trotzdem ein Zeichendichtewechsel erreicht werden (s.u.). Im Faxprotokoll werden solche Spielereien allerdings ignoriert und die Zeile wird abgeschnitten.
Mit dem Befehl EDTSNDOFC
Mit dem Befehl EDTSNDOFC oder mit dem Aufruf des Punktes 3 aus dem directfax Anwendermenü wird nach OfficeVision verzweigt.
Sollte dann die Nachricht "Keine Berechtigung für Editierfunktion" erscheinen, wurde dem einen Benutzer im Profil oder allen die Verwendung dieser Funktion untersagt. Hinweise siehe bei Sonderwert "NONE" bei Mit *directfax Benutzerprofilen und Gruppen arbeiten (WRKFAXPRF), Parameter OFCDOC, Seite bzw. Unterlassungswerte für OfficeVision/400 (CHGOFCDFT) auf Seite ).
Abhängig davon, was im Faxbenutzerprofil bei Dokumentname angegeben ist, wird entweder der Befehl EDTSNDOFC oder der im Profil bei Ordnername angegebene Befehl ausgeführt.
Der eigentliche Befehl EDTSNDOFC beinhaltet eine einfache Möglichkeit den OV/400-Editor zur Texteingabe zu nutzen, stellt aber keine sonstigen OV-Funktionen wie Dokumente in Ordnern suchen zur Verfügung.
Soll der ganze Komfort von OfficeVision genutzt und trotzdem gleichzeitig gefaxt werden, besteht die Möglichkeit, die Benutzer anzuweisen, direkt ins Office zu gehen, oder im Faxbenutzerprofil den Befehl zu hinterlegen, der anstatt EDTSNDOFC ausgeführt werden soll. Das könnte z.B. der Befehl WRKDOC sein oder STROFC mit oder ohne Selektionskennzeichen. Bitte beachten Sie die Hinweise bei WRKFAXPRF Mit directfax Benutzerprofilen arbeiten. Wie direkt aus OV/400 heraus gefaxt werden kann, wird weiter unten beschrieben (siehe *Run-Instruktion).
Der Befehl EDTSNDOFC in seiner normalen Form läuft wie folgt ab. Zunächst wird zur Eingabe der erforderlichen Dokument- und Ordnernamen das folgende Bild angezeigt.
0268 - Faxe editieren und versenden mit OFFICE/400
Je nach Vorgabe der Unterlassungswerte im directfax Benutzerprofil oder bei den generellen Defaults werden die vordefinierten oder vorherigen Parameterwerte angezeigt.
Beschreibung der Parameter
Dokumentname
Dieser Parameter betrifft den eigentlichen Namen des Fax-Textes. Es kann sich dabei um den Namen eines bereits gespeicherten Textes oder um einen neuen Namen handeln. Der Name kann aus einer beliebigen Kombination von Buchstaben und Ziffern bestehen, auch ein Punkt als Trennsymbol ist erlaubt (es gelten die Vorschriften des IBM-Lizenzprogramms). Soll ein neues Dokument erfasst werden, müssen zunächst der neue Dokumentname und der Ordnername eingegeben werden. Dann wird mit Taste F6 die OFC-Funktion Erstellen für das neue Dokument aufgerufen.
Ordner
Hier muss der Ordner-/Verzeichnis-Name eingegeben werden, wo das Dokument jetzt gespeichert ist oder nach Fertigstellung abgelegt werden soll. Soll ein neuer Ordner angelegt werden, wird nach Eingabe des vollständigen Ordner-/Verzeichnis-Namens mit Taste F18 ein CRTFLR (Erstellen Ordner) ausgeführt und bestätigt.
F18 kann ggf. durch ein "N" in Stelle 42 des Datenbereichs FAXDTAARA oder durch *YES im Befehl CHGFAXVAL für alle Benutzer blockiert werden.
Nach Druck auf die Eingabetaste wird der OV/400-Editor aufgerufen. Einzelheiten zur Bedienung dieses IBM-Lizenzprogramms sind aus den entsprechenden Broschüren und Handbüchern zu entnehmen. Im Editor können mit Funktionstasten Attribute in den Text eingegeben werden, um Worte oder Satzteile hervorzuheben.
Das directfax Sendeprogramm unterstützt die folgenden Eigenschaften: Fettdruck, Unterstreichung und Umkehrdarstellung (letzteres nur über die Attribut-Codes ^R1/^R0). Durch Verwendung bestimmter Steuerzeichen (Stichwort: "Steuercode") können Variablen (Datum, Zeit, Anrede, Lfd. Fax-Nummer, eigenen CSI sowie Grafiken und Logos, außerdem Datenfelder aus dem Kurzadressstamm) an gewünschten Stellen des Textes für die Einsteuerung vorgesehen werden.
Nach Eingabe des Faxtextes und Abspeicherung in dem angegebenen Ordner, wird in das Bild Empfänger angeben verzweigt, das weiter unten in einem eigenen Abschnitt beschrieben ist. (Kapitel Faxempfänger angeben, Seite )