Konfiguration auf der IBM i

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Konfiguration auf der IBM i

chInhaltsübersicht

Nach der Erstinstallation der directfax Hard- und Software und nach einem Systemwechsel müssen die nachfolgend beschriebenen Punkte einmal vom QSECOFR oder einem Benutzer mit entsprechender Berechtigung durchgearbeitet und ausgeführt werden.

directfax Anschluss konfigurieren (CFGDIRFAX) 

WRKFAXLIN ersetzt CFGDIRFAX

Der Befehl CFGDIRFAX hat keine Funktion, wenn im Befehl CHGFAXVAL der Wert MIXALL(*EXT) gesetzt ist (Menü FAXCNFG, Auswahl 12) - was bei der aktuellen, Leistungsfähigen IBM i - Hardware empfohlen wird.

In diesem Fall verwenden Sie bitte anstatt CFGDIRFAX den Befehl WRKFAXLIN.

Nach erfolgreicher Installation der Hardware kann jetzt die Kommunikationsleitung konfiguriert werden. Wichtig ist dabei, dass der Ressourcenname der richtigen Leitung (z.B. CMN01) bekannt ist, und dass an dieser Leitung keine andere Einheit konfiguriert ist. Die Leitungsbeschreibung, falls schon vorhanden, muss im Status "abgehängt" sein.

Zum Thema intern faxen finden Sie am Ende dieses Abschnitts genaue Hinweise.

Nach Eingabe des Befehls CFGDIRFAX (directfaxkonfigurieren) oder Aufruf des entspr. Punktes aus dem directfax Konfigurationsmenü wird folgendes Bild angezeigt:

0066 - directfax konfigurieren

Beschreibung der Parameter

Amtsleitungsbeschreibung (DIALOPT) - Bei dem Parameter Wählart wird angegeben, ob beim Anwählen des Faxempfängers die z.Zt. noch gängige Pulswahl (PULSE) oder das *Mehrfrequenz-Tonwahl-Verfahren (*DTMF) angewendet werden muss. Das richtet sich nach dem Telefon-Netz, an dem das eigene Faxmodem angeschlossen ist.

Der Parameter Amtsleitungsvorwahl ist wichtig, falls das Faxmodem an einer Dose hängt, die zu einer Nebenstellenanlage gehört. Dann muss möglicherweise eine Ziffer vorabgewählt werden, um eine freie Amtsleitung zu erhalten. Diese Ziffer ist dann hier einzugeben, andernfalls wird *NONE stehen gelassen.

Falls es aus technischen Gründen erforderlich ist, nach der Vorwahlziffer eine Wahlpause einzuhalten, kann hier der große Buchstabe "P" oder "W" hinter die Ziffer gesetzt werden. Ein Test muss zeigen, welcher Buchstabe mit der Telefonanlage am besten harmoniert (P bedeutet Pause von 4 Sekunden, W bedeutet warten auf Freizeichen). Bei digitalen Telefonanlagen (z.B. Siemens Hicom), die analoge Nebengeräte unterstützen, muss i.d.R. *DTMF als Wahlverfahren genommen und es darf kein Pausen-Kennzeichen verwendet werden!

Bei einer Nebenstellenanlage mit Amtsholung über eine Ziffer kann sowohl extern (also mit Amtsholung) als auch intern (innerhalb der Telefonanlage) gefaxt werden. Hinweise dazu stehen am Ende dieses Abschnitts.

Hinweis:

Wurde bei Amtsleitungsvorwahl *NONE angegeben, obwohl das Faxmodem an einer Nebenstelle hängt und eine Amtsholung erforderlich ist, kann es zu Störungen kommen. Der negative Effekt zeigt sich darin, dass alle Faxe auf den Fehler "besetzt" laufen. Bitte beachten Sie nähere Informationen im Abschnitt "Störungshinweise".

Kommunikationsbeschreibung (COMDEV) - Die hier erforderlichen Angaben Leitungsbeschreibung, Steuereinheit und Einheit sind bereits richtig vorgegeben. Die Beschreibungseinträge mit Namen DIRECTFAX werden vom Konfigurationsprogramm erstellt bzw. sind in der Lieferung enthalten.

Der Ressourcenname ist die logische Bezeichnung der Kommunikationsleitung der betreffenden V24-Schnittstelle. LIN011 steht für Leitung 01 am Port 1. Diese Bezeichnung muss entsprechend der Hardware-Installation richtig vorgegeben werden.

directfax Druckereinheit (PRTD) - Die erforderlichen Angaben für Steuereinheit und Drucker sind bereits richtig vorgegeben. Die Beschreibungseinträge mit Namen DIRFAXPRT werden vom Konfigurationsprogramm erstellt bzw. sind in der Lieferung enthalten. Sie dürfen nicht geändert werden.

directfax Benutzerprofil (USRPRF) - Hier wird der Name des Benutzerprofils angegeben, dass vom directfaxSendeprogramm verwendet wird. Standardmäßig wird das mitgelieferte Profil DIRECTFAX verwendet.

Fax-Eingangs-Steuerung (INCPRT) - Der Faxempfang durch das Faxmodem ist möglich. Hier sind folgende Auswahlmöglichkeiten gegeben:

*NONE - Verhindert den Faxempfang.
*FILE - Die empfangenen Faxe werden als Grafikdaten in der Datei FAXINC gespeichert und können manuell mit Option 6 im Befehl WRKINCFAX auf einem IPDS-Drucker als Grafik ausgedruckt werden (allerdings mit hoher Maschinenbelastung!) oder mit Option 9 auf den PC übertragen werden. Die Option 3 erlaubt die Übernahme der Grafikdaten als Logo.
*DTR - Dial-Tone-Routing/DTR ist eine Funktion zur automatischen Verteilung von Eingangsfaxen über Zielwahlinformationen. Umfang und Art der Eingangsfaxweiterleitung wird über den Befehl WRKFAXDTR (Automatische Eingangsfaxverteilung) gesteuert.

Der Sonderwert *DTR wird empfohlen.

Drucker - Es kann hier auch die Drucker-ID (z.B. PRT28) eines IPDS-Druckers (z.B. Typ IBM 4028) angegeben werden. Jedes empfangene Fax wird dann automatisch in einem Batchjob in den IPDS-Datenstrom umgesetzt und als Grafik ausgedruckt. Der Drucker muss ausreichend Speicher für eine Grafikseite haben (min. 2 MB). Die IPDS-Umsetzung ist sehr rechenintensiv und fordert viel Systemleistung. Die Angabe eines Druckers wird nicht empfohlen.

AutoFax-Funktion aktivieren (AUTOFAX) - Die AutoFax-Funktion übernimmt Spooleinträge aus der Warteschlange DIRFAXPRT (s.o.) entsprechend den im Befehl WRKATFDEF (Mit AutoFax Definitionen arbeiten) gemachten Angaben in die Faxausgangswarteschlange. Diese Funktion erlaubt es, ohne Programmierung z.B. Druckausgabe von Bestellungen automatisch zu faxen. YES aktiviert die Funktion. *NO schaltet die AutoFax-Funktion ab. AutoFax steht in *directfax-Lite nicht zur Verfügung.

Wahlwiederholungsintervall (WWINTER) - Es kann hier eine Wartezeit zwischen 1 und 60 Minuten angegeben werden. Diese Zeitspanne wartet das Faxsendeprogramm, bevor es einen fehlgeschlagenen Sendeversuch für eine bestimmte Nummer wiederholt. Sinnvoll ist z.B. eine Angabe von 5 oder 10 Minuten.

Maximale Wahlversuche (MAXWAHL) - Zwischen 1 und 10 Wahlversuche können vorgegeben werden. Falls ein Fax aufgrund von Leitungsstörung oder Besetzt nicht versandt werden konnte, wird der Versuch bis zu der angegebenen Anzahl wiederholt. Zwischen den Versuchen gilt die zuvor bestimmte Wartezeit. Sinnvoll ist z.B. eine Angabe von 2 oder 3 Wahlversuchen.

Es ist zu beachten, dass eine zu hohe Anzahl die Kosten beeinflusst, da Probleme aufgrund von Leitungsschwächen (Störungen, Fremdgeräusche) erst nach Verbindungsaufbau bemerkt werden können und daher Telefoneinheiten verbrauchen.

Typ der Faxbox (BOXTYP) - Dieser Parameter wird erst nach Druck auf Taste F10 und einmal vorwärts blättern sichtbar. Es handelt sich um einen zweistelligen Wert, der den Typ des Faxmodems und die Anzahl der Faxleitungen bestimmt.

Der Standardwert beim Betrieb eines Modems ist: M0

Bei einer Multiline-Version (2 und mehr Faxleitungen) zeigt die 2. Stelle die Anzahl Leitungen insgesamt an. Bei 2 Leitungen ist M2 anzugeben, bei 5 Leitungen M5.

Anpassungen an RISC PCI-Bus (CHGPCI) - Dieser Parameter gilt nur für die früher verwendete DCE Faxbox und wird erst nach Druck auf Taste F10 und einmal vorwärts blättern sichtbar.

Wichtig:

Nur wenn Sie mit einer alten DCE Faxbox arbeiten und Sie directfax auf einer neuen IBM i RISC mit PCI-Bus installiert haben (z.B. Modelle 150, 250, 170, 270, 6xx, 7xx, 8xx etc.), müssen Sie folgendes beachten:

Die V.24 Schnittstellen am PCI-Bus der neuen RISC Modelle sind Multiprotokoll-Schnittstellen und haben andere Eigenschaften, als die herkömmlichen V.24-Schnittstellen am SPD-Bus. Dies kann zu Störungen beim Faxversand über eine DCE Faxbox führen oder diesen unmöglich machen. Um die bekannten Probleme zu umgehen, wurde der Parameter CFGPCI eingeführt.

Er steht standardmäßig auf dem Wert

*SAME (keine Änderung). Für die Anpassungen der directfax-Konfiguration an ein PCI-Bus System muss dieser Wert einmalig auf

*PCI gesetzt und die Konfiguration durch Datenfreigabe durchgeführt werden. Der Wert PCI bewirkt spezielle Einstellungen in verschiedenen Datenbereichen von *directfax. Falls der Wert *PCI einmal irrtümlich gewählt wurde, kann mit dem Wert

*SPD der alte Zustand wiederhergestellt werden (Standard SPD-Bus).

Intern faxen

Beim Faxen an Nebenstellenanlagen (z.B. mit Amtsholung über eine 0) kann auch intern gefaxt werden. Dabei wird das Netz der Telekom nicht angesprochen und es fallen somit auch keine Gebühreneinheiten an. Voraussetzung ist, dass bei einer Multiline-Version alle Faxleitungen an der Nebenstellenanlage hängen und die Amtsholung über eine Ziffer erfolgt. Um die interne Wahl einzurichten, ist der Konfigurationsbefehl CFGDIRFAX mit F4 aufzurufen (oder Punkt 1 im Menü FAXCNFG) und vor der Amtsholungsziffer ein 'I' einzugeben (z.B. 'I0').

Handelt es sich um eine hochmoderne, digitale Telefonanlage, reicht diese Angabe meist aus. Bei einigen Nebenstellenanlagen ist evtl. die Angabe 'I0W' oder 'I0P' erforderlich, wobei der letzte Buchstabe eine kurze Pause markiert (W=warten auf Freizeichen, P=Pause von 4 Sekunden), um der Telefonanlage etwas Zeit zur Bereitstellung der Amtsleitung zu geben. In den vorstehenden Beispielen wurde die Ziffer 0 (Null) zur Amtsholung unterstellt (es könnte z.B. auch die 99 sein oder jede andere Zahl). Falls es sich um eine Multiline-Faxversion handelt, muss die Konfiguration für jede Leitung einmal mit dem zusätzlichen 'I' für die interne Wahl gefahren werden.

Soll jetzt ein Dokument intern gefaxt werden, wird als Faxanwahl-Nr. die Nummer der Nebenstelle mit dem Empfangsfaxgerät gefolgt von einem 'i' angegeben. Es kann ein kleines oder großes 'I' sein.

Beispiele: 12I 355i 6020I

Es ist zu beachten, dass innerhalb der Anwahl keine Leerstellen oder andere Zeichen erlaubt sind. Nach dem I dürfen nur noch Leerstellen folgen. Die Anwahl inklusive 'I' darf max. 6 Stellen lang sein.

Alternativ ist nach sorgfältiger Prüfung eine andere Vorgehensweise auf der Basis der Stellenzahlen der Nebenstellennummern denkbar. Dabei wird zusätzlich mit dem folgenden Befehl

CHGDTAARA DTAARA(DIRECTFAXF/FAXDTAARA (58 1) VALUE('3')

die Längenangabe 3 (Beispiel) eingestellt, was bedeutet, dass alle Faxanwahlnummern mit 3 oder weniger Stellen Länge automatisch als "intern" erkannt werden. Bei dieser Methode kann eine sehr kurze externe Nummer durch Anhängen von 'e' explizit für die Externwahl bestimmt werden. Weitere Fragen und Details zu dieser Speziallösung sind mit der Hotline zu klären.

Mit directfax Leitungen arbeiten (WRKFAXLIN)

Nach Umschaltung auf das neue, erweiterte Sendeprogramm im Befehl CHGFAXVAL (Parameter MIXALL = EXT) ändert sich der Punkt 1 im Menü FAXCNFG von Befehl CFGDIRFAX in *WRKFAXLIN.

Mit dem neuen Befehl WRKFAXLIN werden in einem Dialogprogramm Faxleitungen erstellt und verwaltet. Man kann darüber hinaus den Status der Leitung erkennen und die Statistik der versandten und empfangenen Faxe anzeigen lassen.

In der Hauptlizenz von directfax ist die Unterstützung für 1 aktive Faxleitung enthalten. Sollen weitere Faxleitungen aktiviert werden, ist je Zusatzleitung eine kostenpflichtige Lizenz erforderlich. Werden mehr Faxleitungen aktiviert als Lizenzen vorhanden sind, starten die zugehörigen Sendeprogramme zwar, aber nach Prüfung der freigeschalteten Zusatzleitungen beenden sich die überzähligen Jobs wieder.

Eine aktive Faxleitung kann aus dem Konfigurationsprogramm heraus beendet, geändert und neu gestartet werden, ohne dass Subsystem DIRECTFAX zu restarten.

Ergänzende Hinweise zur Konfiguration der TCU-Einheiten und des W&T ComServers finden Sie auf der Seite Konfiguration Fax-Hardware.

Integriert in das neue Sendeprogramm ist eine Steuerung, die es erlaubt, einzelne oder mehrere Faxleitungen einem Pool zuzuordnen. Damit ist es möglich, aus der Anwendung oder dem Faxbenutzerprofil heraus die Verteilung des Faxausgangs zu steuern. Z.B. könnte damit eine Firmen-, Gruppen- oder Filialsteuerung realisiert werden.

Bei Bedarf wird der Datenverkehr zwischen dem Sendeprogramm und der Einheiten in Tracedateien aufgezeichnet. Es handelt sich dabei um PC Textdateien, die im IFS der AS400 im Verzeichnis /Toolmaker/DirectFax400/Debug/ abgelegt werden. Bei Fehlersituationen können die Dateien vom PC her entnommen, gepackt und per Email an die Hotline versandt werden. Es ist aber auf neueren Systemen auch möglich, mittels WRKLNK und Auswahl 5 direkt in die Textdateien hineinzuschauen. Der Dateiname enthält den Leitungsnamen und die Startzeit der Aufzeichnung. Bei jedem Restart einer Faxleitung wird eine neue Datei angelegt. Nach Ablauf der in der Konfiguration eingestellten Tageszahl werden die Dateien automatisch gelöscht.

Je nach Art der konfigurierten Leitung und des Einheitentyps werden im Konfigurationsprogramm unterschiedliche Bildabfolgen angezeigt (die Konfiguration eines Modems an einer V.24-Schnittstelle benötigt andere Parametereingaben als ein Bintec-Router im TCP/IP-Netzwerk).

Nach Auswahl des Menüpunktes oder nach Eingabe des Befehl WRKFAXLIN wir das folgende Bild angezeigt.

0067 - Mit directfax Leitungen arbeiten

Das Programm zeigt die Liste der konfigurierten Faxleitungen an.

Beschreibung der Eingabefelder und Auswahlmöglichkeiten

Positionierung auf - Durch Eingabe eines Leitungsnamens wird die angezeigt Liste neu positioniert und angezeigt.

Option - Zur Bearbeitung einer Leitungskonfiguration kann in dieser Spalte eine der folgenden Optionen eingegeben werden:

2=Ändern -Der Konfigurationseintrag wird zum Ändern angezeigt, wenn sich die Leitung im Status END (Beendet) oder DEA (Deaktiviert) befindet. Die einzelnen Anzeigen innerhalb der Konfiguration werden weiter unten im Abschnitt "Faxleitung konfigurieren" genauer beschrieben. Wenn die Leitung aktiv ist, können die Konfigurationsdaten mit Auswahl 5 angezeigt werden.

3=Kopieren -Der vorhandene Konfigurationssatz wird kopiert.

4=Löschen -Der Konfigurationssatz wird gelöscht. In einem Folgebild wird eine Bestätigung für die Löschung angefordert. Bei einem Irrtum kann der Vorgang mit Taste F12 abgebrochen werden.

5=Anzeigen -Der Konfigurationssatz der Leitung wird angezeigt und kann durchgeblättert werden.

8=Attribute - Zeigt die Eigenschaften der Leitung und eine Statistik über versandte und empfangene Faxe an.

9=Starten - Startet eine zuvor beendete Faxleitung unter der Voraussetzung, dass Subsystem und Steuerprogramm aktiv sind.

10=Beenden - Beendet eine aktive Faxleitung entweder kontrolliert oder sofort (Abbruch des Sendeprogramms). Die Konfigurationsparameter der Leitung können dann mit Auswahl 2 geändert und die Leitung danach mit Auswahl 9 wieder gestartet werden.

11=Ltg. Status - Zeigt den Status einer V.24-Leitung mit Befehl WRKCFGSTS *LIN an.

12=Reset Counter - Setzt die Statistikfelder auf Null zurück. In einem Folgebild wird eine Bestätigung für die Löschung der Zähler angefordert. Bei einem Irrtum kann der Vorgang mit Taste F12 abgebrochen werden.

14=Mit Job arbeiten - Zeigt das Jobmenü des Sendeprogramms im Subsystem an, wenn die Faxleitung aktiv ist.

18=Terminal - Aktiviert die V.24-Leitung und startet das OS400-Terminalprogramm STRITF. In diesem Dialogprogramm kann dann das Modem mit AT-Befehlen angesprochen werden.

19=Control Data - Die Control Data Structure für spezielle Faxparameter in der Leitungskonfiguration kann jetzt mit Auswahl 19 editiert werden. Änderungen sollten nur nach Rücksprache mit der Hotline vorgenommen werden. Es gibt zurzeit folgende Kennzeichen in Position

01: interne ID der Faxleitung (nicht änderbar)
02-03: ISDN Controllernummer (interne Verwendung)
04: reserviert (nospeak)
05-06: "04" = ISDN Dienstekennung Audio verwenden
07: reserviert (Leitungsstörung)
08-11: Zeitsperre für Faxleitung (von-bis Stunde)  - Zeitliche Sperrung einer Faxleitung

Eine Faxleitung kann jetzt für eine gewisse Tages- oder Nachtzeit von der Nutzung ausgeschlossen (gesperrt) werden. Dies kann z. B. erforderlich sein, wenn tagsüber von den 2 B-Kanälen der ISDN-Dose einer für ein anderes Gerät offen bleiben muss. Dazu in WRKFAXLIN mit Auswahl 19 die Control Data Structure in den Stellen 8-11 ändern. Beispiel:

0618 Leitung ist von 06 Uhr morgens bis 18 Uhr abends gesperrt (in WRKACTJOB zeigt der Job DLY-15). Die anderen Werte in der Anzeige nicht ändern. Mit Enter abspeichern. Ein Restart des Jobs oder Subsystems ist nicht erforderlich. Zeitbereiche wie z. B. 2208 (22 bis 08 Uhr werden auch unterstützt).

Beschreibung der Funktionstasten

F3=Verlassen  - Das Programm "Mit directfax Leitungen arbeiten" wird beendet.

F5=Aktualisieren - Die Anzeige der vorhandenen Konfigurationssätze wird neu aufgebaut. Zuvor eingegebene Optionskennzeichen gehen verloren.

F6=Erstellen - Mit dieser Funktion kann eine neue Faxleitung konfiguriert werden. Details dazu werden weiter unten im Abschnitt "Faxleitung konfigurieren" beschrieben.

F12=Abbrechen - Das Programm geht zum vorherigen Bild zurück.

F17=Anfang - Positioniert die Liste der Faxleitungen auf den Anfang.

F18=Ende - Positioniert die Liste der Faxleitungen auf das Ende.

F23=Weitere Angaben - Blättert in der Anzeige der möglichen Auswahlen (Optionen).

Faxleitung konfigurieren

Mit Taste F6=Erstellen kann eine neue Faxleitung konfiguriert oder ein vorhandener Eintrag mit Option 2 geändert werden. Es wird das folgende Bild angezeigt:

0068 - Leitungsbeschreibung erfassen/ändern – Seite 1

Das Programm zeigt das erste Bild zur Konfiguration einer Faxleitung an. Bei der Erfassung eines neuen Eintrags folgen nach Eingabe der nötigen Parameter und Taste Datenfreigabe weitere Bildschirme. Im Änderungsmodus kann mit den Blättertasten vorwärts und rückwärts gegangen werden.

Beschreibung der Eingabefelder

Leitung - Name der Leitungsbeschreibung. Es muss ein gültiger OS400 Objektname angegeben werden. Empfohlen wird eine Namenskonvention, bei der aus dem Namen die Art der Faxleitung und als letztes Zeichen eine lfd. Nummer ersichtlich ist, z.B. FAXMOD01 (Faxleitung 1, Modem) oder BINTEC2 (Faxleitung 2, Bintec-Router). Ist die letzte Stelle des Namens eine Ziffer, wird diese in der Sendestatistik (Befehl DSPSNDSTAT) als Leitungs-Nr. verwendet.

Beschreibung - Nähere Beschreibung der Faxleitung

Aktiv - Mit J=Ja wird dieser Konfigurationseintrag aktiviert, d.h. nur bei J wird das Sendeprogramm für eine Faxleitung beim Starten des Subsystems gestartet. Bei N=Nein wird die Faxleitung nicht gestartet.

Leitungspool - Dieser Parameter bleibt normalerweise leer. Nur wenn mehrere Faxleitungen parallel betrieben werden und über dass Faxbenutzerprofil oder aus der Anwendung heraus einzeln oder gruppenweise angesprochen werden sollen, kann diese Faxleitung einem Pool zugeordnet werden, z.B. Pool A...Z (es werden Buchstaben empfohlen, um eine bessere Unterscheidung von den Leitungs-Nummern zu erhalten, es können aber auch Ziffern als Pool-ID verwendet werden.

Basispool bedienen? - Mit dem Standardwert J=Ja wird bestimmt, dass diese Faxleitung auch Faxe versendet, die keinem Leitungspool angehören. Mit N=Nein wird bestimmt, dass nur Faxe mit der Pool-ID dieser Faxleitung versendet werden sollen.

Verbindungsart - Hier wird die Art der Kommunikation angegeben:

*V24: Kommunikation über eine V.24-Schnittstelle (z.B. Modem).
*TCP: Das Gerät hängt im LAN und wird über eine TCP/IP-Adresse angesteuert (z.B. ComServer, Bintec-Router oder Retarus Massenfaxleitung).

Modem - Hier wird der Typ des angeschlossenen Modems bzw. Routers angegeben:

*TELEJET: Telejet Faxmodem 28.8 bzw. 33.6 (analog)
*ASCOM: Ascom Digital Faxrouter (ISDN, 2 Kanäle)
*BLATZHEIM: Blatzheim BM33k6 ISDN Hybridmodem (1 Kanal)
*ZYXEL: Zyxel 2864 ID (ISDN, 1 Kanal)
*INT2771: Internes IBM i-Modem (analog) - gilt auch für interne Modeme 2793 und 576C
*BINTEC: Bintec-Router (z.B. Bianca Brick XS mit Office Faxmodul)
*RETARUS: Retarus-Massenfaxleitung

Modemtreiber - Hier wird der Treiber für das zuvor angegebene Gerät bestimmt:

*CLASS2: Class 2 Modemtyp (Standard für Telejet+Ascom)
*CLASS2.0: Class 2.0 Modemtyp
*BLATZHEIM: Spezieller Treiber für Blatzheim Modem
*ZYXEL: Spezieller Treiber für Zyxel 2864 ID
*INT2771: Spezieller Treiber für das interne IBM i-Modem
*CAPI: CAPI-Treiber für Bintec-Router

Modus - Bestimmt, ob Faxe gesendet und/oder empfangen werden:

*RCV: Nur empfangen
*SND: Nur senden
*BOTH: Beides, empfangen und senden (muss zwingend bei Modemtyp *RETARUS eingetragen werden)

Verarbeitung Eingangsfaxe - Falls beim Parameter Modus Faxempfang zugelassen wurde, kann hier die Art der Verarbeitung der empfangenen Faxe festgelegt werden:

*NONE:  Keine Weiterverarbeitung
*DTR:  Dial Tone Routing, automatische Eingangsfax-Verteilung
*FILE:  Speicherung in der *directfax Eingangsdatei

Drucker - Ausgabe auf einem IPDS oder PCL-Drucker

Wählart -Ton oder Pulswahl

T:  Tonwahl (schnelles, heute übliches digitales Wählverfahren)
P:  Pulswahl (langsame, heute nur noch sehr selten erforderliche Wählmethode bei analogen Modemen)

Amtsholung - Bei Betrieb des Modems an einer Nebenstelle der Telefonanlage wird hier die Amtkennziffer angegeben z.B. 0 oder 99. Hängt das Modem an einer Hauptleitung, bleibt dieser Parameter leer. Falls bei einer analogen Telefonanlage nach der 0 eine kurze Pause erforderlich ist, kann ein P oder ein Komma verwendet werden (z. B. 0,).

Interner Ruf erlauben - J=Ja, N=Nein. Falls das Modem an einer Nebenstelle der Telefonanlage betrieben wird, wird der Faxanwahl automatisch die Amtsholung vorangestellt. Um aber Faxe kostenlos an hausinterne Faxgeräte ohne Nutzung der Telekom zu senden, darf in diesem Fall keine Amtskennziffer eingefügt werden. Interne Rufe können durch Anhängen des Buchstabens i (z. B. 20i) oder über die Länge (siehe nächsten Parameter) kenntlich gemacht werden. Bei Modemtyp *RETARUS muss dieser Parameter auf N stehen.

Länge interne Rufnummer - Bestimmt die Länge der internen Rufnummer, wenn dieses gewünscht wird. I. d. R. sind Längen von 2 bis 5 üblich.

CSI - Hier kann die eigene Kennung der Faxleitung angegeben werden. Dieser Wert kann aber durch eine benutzerbezogene Kennung im Faxprofil überschrieben werden. Die Kennung kann bis zu 20 Stellen lang sein und die Absender-Faxnummer oder den Firmennamen enthalten. Spezialzeichen und Umlaute sollten vermieden werden, da es zu Versandstörungen kommen kann. Insbesondere bei Verwendung des internen Modems sind Sonderzeichen in der Kennung schädlich und führen zu Leitungsstörungen.

Die CSI wird auch im sog. Fax-Banner ausgegeben: einer Zeile am oberen Ende einer Faxseite mit Angaben zu Absender, Empfänger, Datum, Seitenzahl, etc.
Es ist möglich, dieses Banner zu unterdrücken. Weitere Informationen dazu finden Sie hier: Befehl CHGFAXVAL, Parameter BANNER.

Weitere ...

Beim Erfassen einer neuen Leitungsbeschreibung kann mit Datenfreigabetaste zum nächsten Bild gegangen werden. Beim Ändern einer bestehenden Leitung ist Taste Bild auf erforderlich. Es wird dann folgendes Bild angezeigt:

0069 - Leitungsbeschreibung erfassen/ändern – Seite 2

Nebenstelle - OrtsvorwahlLandesvorwahl

Im Zuge der Öffnung des Telefonmarktes auch für die Ortsgespräche kam es bei einem Provider zu Verbindungsproblemen, wenn bei einem lokalen Fax auch die Ortsvorwahl in der Faxnummer enthalten war. Wurde die Ortsvorwahl entfernt, ging das Fax sofort raus. Diese Informationen hier werden vom Sendeprogramm als Filter zum Entfernen der Landesziffern (z. B. 0049) und der Ortsvorwahl (z. B. 08191) benutzt. Die Nebenstellen-Nummer hat nur informativen Charakter.

Tage Modemtrace / Tage Funktionstrace - Zur Kontrolle der Modemfunktionen und zur Fehleranalyse können Tracedaten aufgezeichnet werden. Durch die Angabe einer Tageszahl von 1-999 (empfohlen: Modemtrace 3 und Funktionstrace keine) wird die Protokollierung eingeschaltet und gleichzeitig die Aufbewahrungsfrist der Tracedateien bestimmt. Nach Ablauf der jeweiligen Tageszahl werden die Tacedaten automatisch beim Starten von directfax gelöscht. Die Dateien haben einen Namen, der sich aus dem Namen der Faxleitung und dem Startdatum inklusive Uhrzeit zusammensetzt. Sie werden im IFS-Verzeichnis /Toolmaker/DirectFax400/Debug als PC Textdateien abgelegt und können mit WRKLNK und Auswahl 5 angesehen werden. Im Falle von technischen Problemen, kann man diese Dateien vom PC her aus dem IFS-Verzeichnis entnehmen, in ein ZIP-Archiv packen und an die Hotline senden (bitte vorher telefonisch absprechen).

Wartezeit Senden / Wartezeit Empfangen - Gibt die Zeit in Sekunden an, die das Programm intern auf einen Sendeauftrag bzw. eine Empfangsreaktion (RING) am Modem wartet. Standardwert ist jeweils 4 Sekunden.

Lautsprecher - Steuert den Lautsprecher im Modem (sofern vorhanden), der das Mithören der Verbindungsaufnahme und der Übertragungsgeräusche erlaubt:

0=aus (Standardwert)
1=an bis Connect (macht nur den Wählvorgang hörbar)
2=immer an

Anzahl Rings - Gibt die Anzahl Klingeltöne an, die das Modem beim Faxeingang warten soll, bis es den Ruf annimmt. Standardwert ist 1. Kann verwendet werden, um das Verhalten mehrerer Geräte an einer Telefondose abzustimmen.

Geschwindigkeit bps - Bestimmt die maximale Faxgeschwindigkeit des Modems. Über die Ziffern 0 bis 5 kann die Geschwindigkeit in Bits pro Sekunde (bps) vorgegeben werden. Standardwert ist 14.400 bps

0=2.400
1=4.800
2=7.200
3=9.600
4=12.000
5=14.400

Optimierung bis bps - Mit diesem Parameter kann wie zuvor über eine Ziffer die maximale Faxgeschwindigkeit angegeben werden, bis zu der eine Optimierung des Faxdatenstromes zugelassen ist. Die Optimierung hat zum Ziel, die Datenmenge zu reduzieren, die tatsächlich über die Leitung gesendet wird. Dazu ist eine entsprechende Prozessorgeschwindigkeit im Moment des Faxversand erforderlich. Kommt es zu unerklärlichen Faxabbrüchen, sollte in Absprache mit der Hotline zuerst dieser Parameter schrittweise reduziert und dann die Geschwindigkeit selbst herunter gesetzt werden.

Maximale Sendeversuche - Gibt die Anzahl Versuche an, die für ein Fax maximal zulässig sind, bevor es angehalten und ein Bedienereingriff angefordert wird. Üblich sind 3 bis 5 Versuche.

Wahlwiederholung - Gibt die Wartezeit in Minuten an, bevor ein gescheiterter Faxversuch wiederholt wird. Üblich sind 5 bis 10 Minuten.

Weitere ... Beim Erfassen einer neuen Leitungsbeschreibung kann mit Datenfreigabetaste zum nächsten Bild gegangen werden. Beim Ändern einer bestehenden Leitung ist Taste Bild auf erforderlich.

Wurde im ersten Bild als Verbindungsart *V24 gewählt, wird jetzt folgendes Bild angezeigt:

0070 - Leitungsbeschreibung erfassen/ändern – V.24 Verbindungsparameter

V.24 Verbindungsparameter - Für den Betrieb einer Modemleitung an einer V.24-Schnittstelle der AS400 sind hier 6 Parameter vollständig anzugeben. Nach Abspeicherung der Parameter werden die erforderlichen Konfigurationsobjekte erstellt. Die Namen müssen zulässige OS/400 Objektnamen sein.

Ressource Name - Name der V.24 Kommunikationsleitung, die von directfax benutzt werden soll. Mit dem IBM Befehl WRKHDWRSC *CMN können die im System verfügbaren Schnittstellen angezeigt werden.

Leitungsbeschreibung / Kontroller / Einheit - Diese 3 Parameter bestimmen die Namen der Konfigurationsobjekte, die zum Betrieb der V.24-Leitung erstellt werden müssen. Übliche Namen sind z.B. DIRECTFAX oder DIRFAX01. Diese Namen müssen eindeutig sein, d.h. kein anderes Konfigurationsobjekt im System darf diesen Namen haben. Es wird empfohlen, bei allen 3 gleiche Namen anzugeben.

Ferner Standort - Ist ein eindeutiger 8-stelliger Name im System, der die Leitung eindeutig identifiziert. Man kann die ersten 8 Stellen des Leitungsnamens verwenden, sofern diese beim Betrieb von mehreren Faxleitungen eindeutig sind.

Program Device - Interne Programmeinheit der V.24-Schnittstelle. Es wird empfohlen, den Leitungsnamen zu verwenden.

Weitere ...  Beim Erfassen einer neuen Leitungsbeschreibung kann mit Datenfreigabetaste zum nächsten Bild gegangen werden. Beim Ändern einer bestehenden Leitung ist Taste Bild auf erforderlich.

Wurde im ersten Bild als Verbindungsart *TCP gewählt, wird jetzt folgendes Bild angezeigt:

0071- Leitungsbeschreibung erfassen/ändern – TCP/IP Verbindungsparameter

TCP/IP Verbindungsparameter - Für den Betrieb eines Modems über einen W&T ComServer oder für die Nutzung eines Bintec-Routers sind hier Hostname und Portnummer anzugeben.

IP Adresse/Hostname - Es wird dringend empfohlen, hier den Hostnamen des Gerätes anzugeben und keine IP-Adresse. Die Verbindung des Hostnamens mit der eigentlichen IP-Adresse der Einheit können Sie durch einen Eintrag im Menüpunkt 10 von CFGTCP herstellen. Die direkte Angabe einer IP-Adresse kann in manchen Fällen zu Störungen führen.

Data Port - Bestimmt den vom Hersteller des Gerätes fest vorgegebenen Datenport, über den die Kommunikation beim Faxvorgang abgewickelt wird. Es kann eine Portnummer oder ein Sonderwerte angegeben werden. Falls die Kommunikation übers Internet läuft, hängt die Portnummer von der jeweiligen Konfiguration des Routers auf der Gegenseite ab.

W&T ComServer - Bei Einsatz eines ComServer

*PORT1:  8000
*PORT2:  8100
*PORT3:  8200
*PORT4:  8300


Bintec-Router -  Bei Verwendung eines Bintec-Routers

*BINTEC:  2662 (früher *RCAPI)

TCU/ShareISDN -

*SHAREISDN:  6000

Reset Port - Gibt bei Bedarf die Portnummer an, über die das Gerät zu einem Reset veranlasst werden kann. Diese Funktion wird nur in Ausnahmefällen verwendet. Der Standardwert ist 0 oder leer.

Zeit Verbindungsaufbau - Gibt die maximale Zeit in Sekunden an, in der das Gerät auf einen Verbindungsversuch antworten muss. Standardwert ist 10 Sekunden.

Leerlaufzeitlimit - Gibt die Zeit in Millisekunden an, die das Programm auf weitere Daten vom Gerät wartet, bevor es den Datensatz zur Verarbeitung freigibt. Standardwert ist 500 Millisekunden (eine halbe Sekunde).

Weitere ...  Beim Erfassen einer neuen Leitungsbeschreibung kann mit Datenfreigabetaste zum nächsten Bild gegangen werden. Beim Ändern einer bestehenden Leitung ist Taste Bild auf erforderlich.

Wurde im ersten Bild als Modem ein ISDN-Gerät gewählt, wird jetzt folgendes Bild angezeigt:

0072 - Leitungsbeschreibung erfassen/ändern – ISDN Parameter (MSN)

ISDN Parameter: Hier können unter anderem feste MSN-Nummern oder MSN-Nummernbereiche angegeben werden, um zu bestimmen, auf welche Anrufe das Modem oder der Router am ISDN S0-Bus reagieren soll. Werden hier keine Angaben gemacht, nimmt das Gerät jeden Ruf an, sofern der Faxempfang generell zugelassen ist. Die Angaben in diesem Bild betreffen directfax Installationen mit automatischer Eingangsfax-Verteilung. Wurden in der Modem- oder Router-Konfiguration (Hardware-Konfiguration) MSN-Nummern oder –Bereiche

ISDN Controller (1-99) - Wenn mit einer TCU4 oder TCU8 gearbeitet wird, ist hier für die zusätzlichen ISDN Controller auf der Scitel Karte eine Controller-Nummer anzugeben (jeder Controller entspricht einer ISDN-Leitung mit 2 B-Kanälen).

Hier ein Beispiel für eine TCU8 mit 4 ISDN Controllern auf einer Karte:

Leitungsname  Controller  B-Kanal  Eingabewert

TCU01              1        1      leer (=Default)
TCU02              1        2      leer
TCU03              2        1      2
TCU04              2        2      2
TCU05              3        1      3
TCU06              3        2      3
TCU07              4        1      4
TCU08              4        2      4

Feste MSN - Bis zu 8 einzelne MSN Nummern können angegeben werden.

MSN Bereiche - Bis zu 4 Nummernbereiche können in der Form von - bis angegeben werden. Beispiel: 001 – 500 (ein Ruf auf Nebenstelle 255 wird angenommen, ein Ruf bei 605 aber nicht).

Weitere ...  Beim Erfassen einer neuen Leitungsbeschreibung kann mit Datenfreigabetaste zum nächsten Bild gegangen werden. Beim Ändern einer bestehenden Leitung ist Taste Bild auf erforderlich.

Wurde im ersten Bild als Modemtyp *RETARUS gewählt, wird jetzt folgendes Bild angezeigt:



Retarus-Einstellungen

TCP/IP Verbindungsparameter: Für den Betrieb einer Retarus-Leitung sind hier Hostname und Portnummer anzugeben.

IP Adresse/Hostname - Geben Sie hier den Hostnamen den Sie von Retarus genant bekommen ein.

Benutzer - Hier steht der Benutzername den Sie von Retarus erhalten haben.

Kennwort - Geben Sie hier das Kennwort für den Benutzer ein.

Eigene CSI ändern (CHGFAXCSI)

WRKFAXLIN ersetzt CHGFAXCSI

Der Befehl CHGFAXCSI ist nur noch aus Kompatibilitätsgründen verfügbar. Verwenden Sie zur Konfiguration der CSI bitte den Befehl WRKFAXLIN.

Von den hier gemachten Eingaben wird lediglich die erste Zeile verwendet und auch das nur, wenn im Befehl WRKFAXLIN keine CSI angegeben wurde.

Mit dem Befehl CHGFAXCSI (Eigene CSI ändern) und F4 oder nach Aufruf des entspr. Punktes aus dem directfax Konfigurationsmenü kann die eigene Kennung (Senderkennung) eingegeben oder geändert werden. Dabei kann es sich um die Firmenbezeichnung, die eigene Telefon- oder Faxnummer handeln.

Beschreibung der Parameter

Eigene CSI (CSI)

Nach Eingabe des Befehls wird für jede Faxleitung ein Eingabefeld angezeigt, in das die bis zu 20 Zeichen lange Kennung eingeschlossen in Hochkommata eingegeben werden kann. Die CSI sollte keine Sonderzeichen enthalten (Das Zeichen "{}{*}" (Stern) darf auf keinen Fall verwendet werden, da es zu technischen Problemen führen kann, auch die deutschen Umlaute ä, ö, ü, ß, Ä, Ö, Ü können Störungen verursachen).

Falls die eigene Faxnummer als Kennung verwendet werden soll, darf nicht die Faxanwahl-Nummer des Faxmodems, sondern die Nummer des nach außen bekannten Empfangsfaxgerätes angegeben werden.


directfax-System-Werte ändern (CHGFAXVAL)

Mit dem Befehl CHGFAXVAL und Taste F4 werden die vorhandenen Einstellungen angezeigt und können geändert werden.

0073 - Anzeige " directfax Systemwerte ändern (CHGFAXVAL)", Seite 1

Die Parameter haben folgende Bedeutung:

Fax anschließend restarten (RESTART) - Bei YES wird das *directfax-Sendeprogramm beendet (falls es aktiv war) und neu gestartet, damit die nachfolgend gemachten Änderungen wirksam werden. Bei *NO (Default) werden die Änderungen erst beim nächsten STRDIRFAX (z.B. beim Mitternachts-Restart) wirksam.

DirectFax Banner (BANNER) - Die Kopfzeile des Faxes wird standardmäßig vom Programm gesteuert und mit Kennung, Seitenzahl und Datum/Uhrzeit versorgt. Der Parameter ist standardmäßig auf *DF400 eingestellt.

Falls noch eine DCE-Faxbox im Einsatz ist (extrem selten):

Mit *FAXBOX wird der ursprüngliche "schwarze Balken" oben und unten aktiviert, der von der DCE Faxbox (und nur von dieser!) generiert wird.
Mit *NONE kann die Kopfzeile nur bei der DCE Faxbox ganz ausgeschaltet werden, so dass der Faxtext selbst alle Informationen enthalten muss.
*SAME bedeutet, die Einstellung nicht zu ändern.

Unterdrücken des Banners: Wenn das Fax als Email rausgeht, ist das Banner meist unerwünscht, daher kann man es mit einem Kennzeichen im Datenbereich FAXDTAARA2 unterdrücken.

CHGDTAARA DTAARA(DIRECTFAXF/FAXDTAARA2 (461 1)) VALUE(x)

x kann folgende Werte haben:

R =Remove Faxbanner Ausgangsfaxmail
I = Remove Faxbanner bei Eingangsfaxmail
A =Remove Faxbanner bei allen Faxen

End of Fax (EOFAX) - Bei der Einstellung *DF400 im vorherigen Parameter wird standardmäßig auf der letzten Seite rechts unten der Hinweis "...End of Fax" gedruckt, um dem Empfänger deutlich zu machen, dass die letzte Seite vollständig empfangen wurde. Mit dem Parameterwert *NO kann dieser Hinweis unterdrückt werden.

Seitenlänge in Zeilen (PAGELEN) - Bestimmt die Anzahl Zeilen pro Faxseite bei Fließtext aus dem directfax-Editor. Bei normaler Schriftgröße passen ca. 66 Zeilen auf eine Faxseite. Dieser Parameter hat keinen Einfluss auf formatierte Seiten aus Spooldateien oder Office-Dokumenten.

Gruppenversand (GRPSND) - Das Zusammenfassen von mehreren Faxen zu einer Sendung an einen Empfänger wird als Gruppenversand bezeichnet. Diese Funktion ist standardmäßig mit *REQ (auf Anforderung) eingestellt. Mit *ALL wird sie generell eingeschaltet, mit *NIGHT nur auf Nachttariffaxe beschränkt und mit *NO ganz abgeschaltet.

Blitzfaxe werden immer sofort versandt und nicht gruppiert! Über den Faxparameter ^GRP(0) kann eine individuelle Gruppensteuerung erreicht werden. Der Wert 0 in den Klammern setzt die Gruppenwartezeit auf Null, wodurch das Fax von der Gruppierung ausgeschlossen ist. Ein anderer Wert, z.B. 10, setzt die Gruppenwartezeit auf 10 Minuten, so dass der eingestellte Systemwert überschrieben wird.

Die Gruppenfaxfunktion kann noch über die folgenden Parameter genauer eingestellt werden:

Maximale Anzahl Seiten (MAXPAGE) - Hiermit kann die Zusammenfassung auf eine bestimmte maximale Anzahl Seiten bei einer Gruppensendung beschränkt werden. Standardwert sind 10 Seiten. Je mehr Seiten zugelassen werden, um so größer ist das Risiko von Wiederholungssendungen wegen Übertragungsfehlern. Gleiches gilt auch für folgenden Parameter.

Maximale Anzahl Faxe (MAXFAX) - Begrenzt die Zusammenfassung von Gruppen auf eine maximale Anzahl Faxe pro Gruppe.

Wartezeit in Minuten (WAIT) - Ist standardmäßig auf 3 Minuten eingestellt, was bedeutet, dass ein Fax mindestens 3 Minuten in der Faxausgangswarteschlange existieren muss, bevor überhaupt mit der Prüfung auf weitere Faxe an denselben Empfänger begonnen wird. Je kleiner die Zahl ist, um so geringer ist die Wahrscheinlichkeit, ein weiteres Fax zu finden und damit Kosten zu sparen.

Differenzen zulassen bei (ALWDIF) - Bei der Prüfung auf weitere Faxe an denselben Empfänger kann es vorkommen, dass sich die Faxe in ihren Eigenschaften unterscheiden. Nachfolgend wird festgelegt, welche Differenzen hingenommen bzw. beachtet werden sollen.

Auflösung - Mit *YES (Default) wird bestimmt, dass das erste Fax der Gruppe die Auflösung (Fein oder Grob) bestimmt. Mit *NO dagegen werden nur Faxe zusammengefasst, welche die gleiche Auflösung haben.

Benutzer - Mit *NO (Default) wird bestimmt, dass nur Faxe eines Benutzers zusammengefasst werden dürfen. *YES hebt die Beschränkung auf.

Versandzeitpunkt - Mit *NO (Default) wird bestimmt, dass nur Faxe zusammengefasst werden dürfen, die zur selben Tages- oder Nachtzeit zum Versand anstehen. *YES hebt die Beschränkung auf, so dass auch Faxe aus der Nacht schon am Tage versandt werden können.

Felder bei EDTSNDSEU schützen (PROSEU) - Mit *NO (Default) besteht kein Eingabeschutz für diese Felder. Mit *YES können diese Eingabefelder geschützt werden.

- Datei
- Bibliothek

F18 bei EDTSNDOFC schützen (PROF18) - Mit *NO (Default) ist es dem Benutzer im Befehl EDTSNDOFC erlaubt, die Erstellung eines neuen Ordners über F18 auszulösen. Mit *YES ist die Taste gesperrt, sofern im Profil nichts anderes bestimmt wird.



Durch Vorwärtsblättern gelangt man auf Seite 2:

0074 - Anzeige " directfax Systemwerte ändern (CHGFAXVAL)", Seite 2

Nachtfax ist Standard (DFTNIGHT) - Mit *NO (Default) wird es dem Benutzer überlassen, ein Fax zum Nachtfax zu machen. Mit *YES wird dem Benutzer im Bild Empfänger angeben immer ein N für Nachtfax vorgeschlagen, was er aber überschreiben kann. Auf Profilebene ist eine Steuerung für Nachtfaxe ebenfalls möglich.